Monthly Archives: Januar 2016

Bruno Hespeler: „Das Problem stinkt zum Himmel…“

…“Doch nicht nur die Bauern, auch die örtlichen „Wolfsspezialisten“ der Fremdenverkehrsverbände, der Reiter, Jogger, der Kaninchenzüchter und aller sonst sich oder ihre Interessen durch den Wolf bedroht fühlenden Zeitgenossen lassen ihre Stimmen aufheulen. Erfahrungsgemäß werden Hinterbänkler in Bundes- und Landesparlamenten unüberhörbar Volkes Worte nachkauen…

Rational wird es dabei nicht zugehen, und das Schicksal des Wolfes wird nicht davon abhängen, was er frisst und welchen „Schaden“ er eventuell anrichtet, sondern einzig davon,

Wolfsfonds springt in Schleswig-Holstein ein!

Schäfer Jan Siebels aus Blumenthal in Schleswig-Holstein hatte im Jahr 2015 zweimal unter Wolfsübergriffen zu leiden. Zahlreiche seiner Schafe wurden dabei getötet oder mussten aufgrund ihrer Verletzungen erlöst werden.

Der gemeinsame Wolfsgarantiefonds, den der Freundeskreis freilebender Wölfe, der NABU Schleswig Holstein, der WWF, die Klara-Samariter-Stiftung, die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und der Wildpark Eekholt bereits im Jahr 2010 gründeten, hat ihm nun den entstandenen finanziellen Schaden, der aufgrund einer EU-Verordnung durch die so genannten De-minimis-Regelung wegen bestehender Höchstgrenzen für Schadensausgleichszahlungen nicht gedeckt war, erstattet. Immerhin 3.877 Euro!

Nach der EU-Regelung dürfen einem Tierhalter innerhalb von drei Jahren maximal

Wardböhmen: Wolf rauft mit Hund – wie verhält man sich richtig?

Auf einem Spaziergang in der Nähe der Ortschaft Wardböhmen bei Celle soll eine Frau letzten Freitag mit ihrem Mischlingshund einem besenderten Wolf begegnet sein (*1). Als dieser nur noch rund fünf Meter von ihr entfernt war, leinte die Frau ihre Hündin ab. Der Mischlingshund soll daraufhin sofort auf den Wolf zugesprungen sein.

Im Gerangel – die Frau selbst spricht von einem „normalen Rangordnungsverhalten des Wolfes“ – habe er dann zugebissen. Der Hund habe sich dabei verletzt. Das Schreien und die Gesten der Frau veranlassten den Wolf jedoch schließlich dazu,

Wird den Jägern in Niedersachsen das Wolfsmonitoring entzogen?

Plant die Landesregierung in Niedersachsen, der dortigen Jägerschaft das Wolfsmonitoring zu entziehen? Ein Interview in der Printversion der Februarausgabe des Magazins „Jäger“ mit dem umweltpolitischen Sprecher der FDP-Fraktion im niedersächsischen Landtag, Dr. Gero Hocker, lässt darauf schließen.

Auf die Frage des Jägermagazins, wie das Wolfsmanagement verbessert werden kann, antwortete Hocker:

„Ein Wolfsmanagement kann in Niedersachsen nur gelingen, wenn Beteiligte und betroffene Gruppen ernsthaft einbezogen werden. Gerade in Niedersachsen  hat die Landesregierung bei Fragen des Wolfs und bei der Hilfe für Geschädigte viel zu lange gezögert und sich führungsschwach gezeigt. Überboten wird dies nur noch von Plänen der Landesregierung, den Jägern das Wolfsmonitoring zu Gunsten von Naturschutzverbänden zu entziehen“…

um später zu ergänzen:

Verhaltenskodex für Wolfsberater

„Wolfsberater beraten keine Wölfe, sondern Menschen“ wird Wolfsberater Siegfried Kenner in einem Online-Artikel von Ulrike Kressel (NDR) zitiert. Sie portraitiert in dem lesenswerten Beitrag sechs niedersächsische Wolfsberater.
Aus Sicht der ehrenamtlich Engagierten an der „Basis“ scheint es durchaus noch einigen Optimierungsbedarf im niedersächsischen Wolfsmonitoring zu geben. Das derzeitige Konzept funktioniere zum Beispiel bisher (noch) nicht ausreichend umfassend, um kontinuierlich „flächendeckende Daten – als A und O im Wolfsmanagement“ – hervorzubringen.

Einige Wolfsberater würden sich vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse außerdem mehr Rückendeckung von den verantwortlichen Behörden wünschen.
Die öffentlichen Stellen wiederum

Micha Dudek: Ubiquist, Opportunist und Generalist – der Wolf!

…“Der Wolf ist und bleibt ein Tier der Superlative. Er ist Ubiquist, Opportunist und Generalist. Man kann ihn mit Recht als Ubiquist bezeichnen, denn er kommt in verschiedenen Lebensräumen ohne erkennbare Bindung vor. Er ist Opportunist, wenn es darum geht, den Vorteil des Augenblicks über seine „Überzeugung“ zu stellen beziehungsweise, die wechselnden Umstände zum eigenen Vorteil auszulegen.


Als Generalist ist der Wolf in der Lage, eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Umweltbedingungen für sich zu nutzen. Er ist weder auf eine bestimmte Nahrungsressource spezialisiert noch auf einen