Monthly Archives: März 2016

NABU in NRW bietet Beratung für Schaf- und Ziegenhalter an!

Nachdem am Osterwochenende einige Ziegen im Kreis Lippe von einem Wolf gerissen wurden – es handelte sich dabei gleichzeitig um den vierten offiziell bestätigten Wolfsnachweis in Nordrhein-Westfalen seit 2009 – bietet der NABU Schaf- und Ziegenhaltern nun Beratung beim Aufbau wolfssicherer Zäune an. 


„Auch wenn von den jüngsten Fällen lediglich der Ziegenriss im Kreis Lippe dem Wolf zuzuschreiben ist, sollte der Herdenschutz grundsätzlich gerade auch im Hinblick auf wildernde Hunde verbessert werden“, erklärte Thomas Pusch, Sprecher des Landesfachausschusses Wolf (LFA) im NABU-Nordrhein Westfalen.

Neues von „Kurti“!?

Auf dem Wolfsportal des Niedersächsischen Umweltministeriums ist seit gestern zu lesen (im Wortlaut):

„Monitoring bestätigt: Besenderter Rüde aus dem Munsteraner Rudel (MT6) war mit Schwester unterwegs – besenderte Fähe aus demselben Rudel bisher unauffällig

Das Monitoring zum besenderten Wolf aus dem Munsteraner Rudel (MT6) hat anhand einer DNA-Probe ergeben, dass die Wölfin, die während der Vergrämungsaktionen an seiner Seite gesichtet worden war, seine Schwester ist. Ob die beiden weiterhin gemeinsam unterwegs sind, wird das weitere Monitoring zeigen.

Kontaktbüro informiert: Streunender Wolfshund bei Leipzig!

Das Kontaktbüro der Wolfsregion Lausitz informiert mit heutigem Datum (im Wortlaut):

„Seit dem 26.03.2016 gehen beim Staatsbetrieb Sachsenforst, Forstbezirk Leipzig, und dem Sächsischen Wolfsmanagement täglich Sichtungsmeldungen eines „Wolfes“ ein. Die meisten Meldungen kommen aus der Region um Pegau und Wiederau. Einige Beobachter haben das Tier fotografiert, sodass die Meldungen überprüft werden konnten. Auf diesen Bildern ist zu erkennen, dass es sich um einen wolfsähnlichen Hund, vermutlich der Rasse Tschechoslowakischer Wolfshund, handelt und nicht um einen Wolf.

Wölfe an Ostern in Liepe, Ostercappeln und Sommersell

Jetzt liegt es bereits wieder hinter uns, das Osterwochenende. An der „Wolfsfront“ war es vergleichsweise ruhig, einige Ereignisse gab es dennoch:

  1. Auf einer Schafskoppel in Liepe (Landkreis Ludwigslust-Parchim) wurden am Freitag mehrere gerissene Schafe aufgefunden. Ob der Übergriff – bei denen 3 Schafe getötet und 20 weitere verletzt wurden – durch einen oder mehrere Wölfe verursacht wurde, steht abschließend noch nicht fest. Allerdings sei dies  – so ein örtlicher Rissgutachter – zu vermuten. Die Region rund um Liepe und Malk Göhren gehört bisher nicht zu den ausgewiesenen Wolfseinzugsgebieten in Mecklenburg Vorpommern. Dieselbe Tierhalterin hatte bereits im Januar 2014 einen Übergriff zu verzeichnen, bei dem 10 Schafe getötet wurden und weitere verletzte Schafe eingeschläfert werden mussten. Damals waren wildernde Hunde dafür verantwortlich.

Josef H. Reichholf: Jagdgesetze der Länder ungeeignet für Großraubtiere!

„Deshalb funktionieren der Artenschutz und die Aufteilung in jagdbare und nicht jagdbare Arten nur bei solchen Arten, die mit ihrer Lebensweise und Nachwuchsproduktion tatsächlich an die Fläche gebunden sind, auf der sie leben. Das trifft hierzulande für die Rehe, Fasane, Hasen, Kaninchen oder Füchse und in den Rotwildgebieten für den Hirsch zu.

Die deutschen Mindestreviergrößen unterschreiten zwar meistens die notwendige Lebensraumgröße für selbstständig lebensfähige Bestände dieser Arten, aber schon einige wenige Reviere zusammen genommen reichen dafür aus.