„Wolfstötung wäre ein Armutszeugnis für den Artenschutz“

Nachdem Olaf Möller (Staatssekretär mit „grünem Parteibuch“ in Thüringen) in dieser Woche überraschend bekanntgab, den Abschuss der „Ohrdrufer Wölfin“ ernsthaft zu erwägen (Wolfsmonitor berichtete, hier!), folgte nun ein schnelles Dementi.

Die Voraussetzung für eine Entnahme des Wolfes sei nicht gegeben, bislang läge auch kein offizieller Antrag dafür vor, erklärte Sprecher Tom Wetzling.

Das überraschende Vorpreschen Möllers ließ beim Thüringer Naturschutzbund (NABU) zuvor „alle Alarmglocken schellen“.

Wölfe dürften nur abgeschossen werden, wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft seien oder aber eine Gefahr für Menschen bestehe, nahm NABU-Wolfsexperte Silvester Tamás zu den Äußerungen Möllers Stellung.

Aktuell sei – obwohl die Ohrdrufer Wölfin im Verdacht steht, über 70 zumeist unzureichend geschützte Schafe und Ziegen gerissen zu haben – dies aber nicht der Fall.

„Sollte es also tatsächlich zur Tötung kommen, wäre dies ein Armutszeugnis für den Artenschutz in Thüringen“, so der Wolfsexperte weiter.


Quelle: Thüringer Allgemeine am 29.9.2017: „Gnadenfrist für die Wölfin – Abschuss des Ohrdrufer Tieres derzeit kein Thema“, abgerufen am 1.10.2017, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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