Das Bundesumwelt- und das Landwirtschafts-Ministerium für die GRÜNEN?

Sieht man sich zurzeit auf den Bauern- und Agrarseiten im Netz um, nimmt man dort eine ungewohnte Nervosität wahr. Kein Wunder, sitzt die CSU, die in den letzten Jahren den Bundeslandwirtschaftsminister stellte, doch künftig mit ihren 46 Bundestagssitzen nur noch am „Katzentisch“. Und zwar am Katzentisch der GRÜNEN (67 Sitze).

Die von der CSU nicht selten gescholtenen „Ökos“ bräuchten eigentlich in den nahenden Koalitionsverhandlungen nur noch das einzufordern, was ihre Wähler sowieso von ihnen erwarten.

Oder anders, womit die Wähler der GRÜNEN an die Wahlurne gelockt wurden: Mit dem Versprechen der Energie-, der Mobilitäts- und einer Agrarwende.

Das Umwelt- und das Landwirtschaftsressort dürften damit quasi für die GRÜNEN reserviert sein, das Verkehrsministerium wäre, um die parteieigenen Ziele schneller zu erreichen, darüber hinaus für die GRÜNEN sicherlich wünschenswert.

Angela Merkel wäre unter dem Gesichtspunkt des Machterhalts vermutlich sogar zu einer solchen Konstellation bereit. Das zumindest trauen ihr offensichtlich alle zu. Wie sonst ist die allenthalben spürbare Nervosität im gesamten Landwirtschaftssektor zu deuten?

Dazu passt irgendwie, dass dem amtierenden Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt einerseits offensichtlich die Phantasie für eine „Jamaika“-Koalition fehlt, (*1) während seine Phantasie andererseits bereits mit ihm durchzugehen scheint, sobald es um das Thema Wölfe geht.

Die Zeit des Redens sei jetzt vorbei, erneuerte er erst kürzlich seine Meinung zu den Wölfen gegenüber der BILD-Zeitung. Die Wolfsbestände müssten auch durch Abschüsse reguliert werden.

Wenn dieser „Schuss“ vor dem Hintergrund der nahenden Koalitionsverhandlungen mal nicht nach hinten losgeht. Es gibt nicht wenige die glauben, dass Christian Schmidt der nächsten Regierung nicht mehr als Minister angehören wird. Ganz unschuldig ist er daran offensichtlich nicht…

Just my two cents…

Jürgen Vogler


Quelle: (*1) topagrar-online, Beitrag am von Schmidt fehlt für Jamaika die Phantasie“, abgerufen am 2.10.2017, hier der Link!

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