Thüringen: Jägerpräsident will neben den Welpen auch die Ohrdrufer Wölfin abschießen lassen

Der Verbandspräsident der Jäger in Thüringen, Steffen Liebig, spricht gegenüber dem MDR von Todesdrohungen, die offensichtlich anonym gegen Jäger im Netz ausgesprochen worden sind, weil der Mischlingsnachwuchs der Ohrdrufer Wölfin getötet werden soll.

Er selber glaubt hingegen, nicht nur die sechs Wolfs-Hund-Mischlingswelpen sollten „entnommen“, also getötet werden, sondern auch das Muttertier.

Seines Erachtens handele es sich bei dem Muttertier um eine Problemwölfin, nachdem diese offenbar einen höheren Schutzzaun überwand.

Was Liebig allerdings qualifiziert, um eine derartige – für die Wölfin folgenschwere – Einschätzung glaubhaft treffen zu können, bleibt im Dunkeln. Der Jagdschein allein kann es nicht sein. Den haben andere auch, die anders urteilen.

Sicher ist nur, dass Liebig mit seiner Äußerung zusätzlich dazu beitragen dürfte, dass der Unmut gegenüber der grünen Zunft noch weiter steigt.

Und das, obwohl Wölfe in Deutschland Sache des Naturschutzrechts sind und nicht Sache des Jagdrechts (mit Ausnahme von Sachsen).

Aber auch das würde der Jägerpräsident offenbar gerne ändern.


Quelle: MDR Thüringen, Beitrag am 17.10.: „Morddrohungen gegen Jäger, abgerufen am 17.10.2017, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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