Können Landkreise in Sachsen bald selbst über Wolfsabschüsse entscheiden?

Nach Auffassung des sächsischen Landesrechnungshofs sind – so ein aktueller Prüfbericht dieser Einrichtung – die Strukturen und die Personalorganisation des Wolfsmanagements im Freistaat zu bemängeln. Das meldete nun LR-Online.

Vorgeschlagen wird deshalb eine Bündelung von Wolfsmanagementaufgaben beim Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) sowie eine engere Verknüpfung von Wildtiermanagement und Wolfsmanagement.

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Umwelt (SMUL) räumte daraufhin Optimierungspotenziale ein, so z.B., dass die derzeitige Struktur tatsächlich zu stark auf Ostsachsen fixiert sei.

Außerdem stellte das Ministerium in Aussicht, dass die Zuständigkeit für die Erteilung von Abschussgenehmigungen künftig auf die Landkreise und kreisfreien Städte übergehen könne.

Im Falle des Rosenthaler Rudels würde das bedeuten, dass künftig der Landkreis Bautzen selbst über „Entnahmen“ entscheiden könnte.

„Aufgrund der politischen Bedeutung“ will man jedoch vorerst an der Zustimmungspflicht des SMUL festhalten.


Quelle: LR-Online, www.lp-online.de: „Kritik an Wolfsmanagement -Verderben viele Köche den Brei?“, vom 24. Oktober 2017, abgerufen am 27.10.2017, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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