Thema Wolf: Womit der Bauernverband in Thüringen (TBV) wohl nicht rechnete

Am Ende doch nur eine „Milchmädchenrechnung“ ? ;-) Dass Bauernverbände sich offensichtlich immer mal wieder schwer damit tun, ökologische Neben- und Folgekosten landwirtschaftlicher Wirkungszusammenhänge richtig zu berechnen, überrascht mit dem Blick auf die weitreichenden Nebenwirkungen der industriellen Landwirtschaft, wie dem Bienensterben und dem ausufernden Nitratproblem, nicht wirklich.  

Der Thüringer Bauernverband (TBV) berechnete jetzt, dass die „vollständige Rückkehr“ des Wolfes nach Thüringen dem Land etwa 13 Millionen Euro jährlich kostet. Und das bei insgesamt 190.000 Schafen und 18.500 Ziegen im ganzen Land.

Setzt man allerdings allein für jedes vom Wolf gerissene Tier 100 Euro als Entschädigung an, so könnte man mit der vorgebrachten Summe 130.000 Tiere vom Gesamtbestand in Thüringen entschädigen. Jedes Jahr. Das wären über 62 % des Gesamtbestandes. Da stimmt also offenbar etwas nicht.

Das erkannte auch Staatssekretär Olaf Müller vom Thüringer Umweltministerium. Der bemerkte: „Wenn die Verbände als Gesprächspartner bei Entschädigungen ernstgenommen werden wollen, müssen seriöse Zahlen auf den Tisch.“


Quelle: www.thueringen24.de: „Seriöse Zahlen? Thüringen voller Wölfe soll jährlich 13 Millionen Euro kosten“ von Martin Kappel am 14.11.2017, abgerufen am 15.11.2017, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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