Jagdverband, WWF und NABU kommentieren Konferenz der Umweltminister in Potsdam

Anlässlich der Umweltministerkonferenz, die am Mittwoch in Potsdam begann, fordert der WWF ein Ende der verbalen Wolfshatz durch Politiker und Lobbyverbände. Stattdessen solle man endlich den Herdenschutz in Deutschland verbessern. (*1)

Ähnlich kommentiert der Naturschutzbund die Konferenz in Potsdam und ergänzt: „Der NABU fordert die Minister der Umweltministerkonferenz dazu auf, endlich die Verweigerungshaltung abzulegen und den Fokus auf praxistaugliche Lösungen zu setzen.

Diese sind insbesondere beim Thema Herdenschutz dringend erforderlich. Das schon lange vom NABU geforderte bundesweite Herdenschutzzentrum als Ergänzung zur DBBW wäre ein erster Schritt in Richtung länderübergreifender Zusammenarbeit.

Weidetierhalter in Deutschland dürfen von der Politik nicht länger allein gelassen werden mit den Herausforderungen, die die Rückkehr des Wolfes für sie mit sich bringt.

Hier sind aber die zuweilen laut gewordenen Forderungen nach Bejagung völlig fehl am Platz – sie gaukeln eine Lösung vor, die den Schutz der Weidetiere nicht im Mindesten verbessert.“ (*2)

Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert unterdessen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich des Wolfsmanagements zu berücksichtigen und liefert gleich ein schlankes (9-seitiges) Gutachten von Prof. Dr. Sven Herzog (TU Dresden) mit, um zu begründen, warum der „günstige Erhaltungszustand“ bei den westeuropäischen Wölfen bereits erreicht ist.

Herzog empfiehlt in seiner gerade veröffentlichten Expertise, die Definitionen einer „Wolfspopulation“ zu vereinheitlichen und operational zu gestalten. Er begründet darin jedoch auch, warum man mit einer anderen konzeptionellen Basis zu einer abweichenden Einschätzung kommen kann. (*3)


Quellen:

(*1) WWF-Deutschland, Pressemitteilung (PM) vom 14.11.2017, hier der Link!

(*2) NABU, PM vom 15.11.2017, hier der Link!

(*3) Deutscher Jagdverband, PM vom 15.11.2017, hier der Link!

 

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