Sachsen: Politische Überlebensstrategie auf Kosten der Wölfe?

„Eier könne er zeigen“, wenn’s darauf ankommt“, so die Einschätzung eines ebenfalls bei der Bundestagswahl an der AfD-Konkurrenz gescheiterten Parteifreundes. Die Rede ist vom designierten Ministerpräsidenten des Landes Sachsen, Michael Kretschmer.

Nachdem Stanislaw Tillich (CDU) aufgrund eines völlig vergeigten Bundeswahlkampfs kürzlich von seinen Amt zurücktrat, sucht Sachsen nach einem neuen Ministerpräsidenten.

Die Christdemokraten in Ostsachsen, so schreibt die Sächsische Zeitung, ringen noch immer mit den Ursachen und suchen nach Wegen, den entgleisten Zug wieder auf die Schiene zu kriegen.

Michael Kretschmer nutzte nun beim Kreisparteitag der Bautzener CDU die Gelegenheit, Parteifreunde von einer inhaltlich notwendigen Neuausrichtung zu überzeugen.

Auch dabei: Das Thema Wolf. Der Beutegreifer solle in das allgemeine Jagdrecht aufgenommen werden und würde damit keinen besonderen Schutz mehr genießen.

Der Applaus für seine Rede fiel jedoch offenbar eher verhalten aus.

Bautzens CDU-Landrat Michael Harig, der kürzlich noch mit seinem Vorhaben, einen Wolf des Rosenthaler Rudels abschießen zu lassen, gescheitert war, versuchte Kretschmer sichtlich den Rücken zu stärken.

Ob die Strategie der sächischen CDU am Ende aufgeht? In Niedersachsen wurden bei der Landtagswahl am 15. Oktober diejenigen CDU-Politiker, die besonders aktiv versuchten, den Wolf ins Jagdrecht zu reden, erkennbar abgestraft (hier!). Etwas, was auch für Sachsen gilt?


Quelle: Sächsische Zeitung, www.sz-online.de, „Wir haben Fehler gemacht“ – Michael Kretschmer wirbt bei der CDU im Kreis um Rückhalt, von Sebastian Kositz am 19.11.2017, abgerufen am 20.11.2017, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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