„Erfahrungen länderübergreifend austauschen“

Bettina Jung von der Partei Ethia (www.ethia.de) nimmt nachfolgend zum heute auf Wolfsmonitor veröffentlichten Leserbrief von Ortrun Humpert (hier der Link!) Stellung (- damit beenden wir das Thema hier auf Wolfsmonitor):

„Ich bin die angesprochene Person, auf die sich der – inhaltlich vernünftige – Leserbrief bezieht. Gern möchte ich folgendes klarstellen: ich arbeite als Tierheilpraktikerin auch mit „Nutz“tierhalterinnen und gerade auch Schäferinnen zusammen und kenne daher beide Seiten.

Zudem habe ich selbst Schafe und Ponies auf meinem Gnadenhof in Niedersachsen, für deren Sicherheit und Wohlergehen ich Sorge zu tragen habe. Dieser Anspruch ist allerdings nicht profitorientiert. Ich hatte mich gemeinsam mit einer Halterin zu dem Herdenschutz-Seminar angemeldet und einen weiteren motiviert, teilzunehmen, doch das Seminar war schon abgesagt worden.

Ich denke, meine Intention der Teilnahme sollte einleuchten. Ich maße mir eben NICHT an, allwissend zu sein, sondern lasse mich gern von neuen Erkenntnissen bereichern, was gerade auf dem Gebiet des Herdenschutzes sehr sinnvoll erscheint.

Deutlich wird auch die Beleuchtung der Problematik aus unterschiedlichen Richtungen, wenn der Seminar-Arbeitstitel lautet: „Wolf und Weidetiere – Möglichkeiten und Grenzen des Weideschutzes“. Von daher erschließt sich mir nicht der den Leserbrief einleitende Vorwurf gegen meine Person.

Ich bin immer verbindend unterwegs und an allen Seiten interessiert, um für alle Seiten verträgliche Lösungen zu schaffen. Ein Ausgrenzen einer Seite kann niemals sinnvoll sein. Was ich sehr skeptisch sehe, ist die faktisch korrekte Aussage zu den unterschiedlichen Vorgaben für den Herdenschutz der einzelnen Bundesländer.

Hier allerdings orientiert man sich allerdings an der Voraussetzung für die ZAHLUNGEN, aber nicht an der faktischen Effektivität des Schutzes. Das scheint mir keine lösungsorientierte Haltung zu sein. Das ist ein Punkt, der schon von anderen aufgegriffen wurde und jetzt als Forderung an ein bundesweites Wolfsmanagement im Raum steht.

Der Wolf verhält sich nicht anders, wenn er eine Ländergrenze überschreitet. Deshalb sollten die Erfahrungen – positiv wie negativ – kontinuierlich länderübergreifend ausgetauscht werden; zum Wohle aller Beteiligten. Diese Beteiligten sollten aber gleichermaßen an Erkenntnisgewinn interessiert sein, was für mich weiterhin fraglich scheint ob der mangelhaften Anmeldungen – der Grund der Seminarabsage.“

Bettina Jung


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