Förderkulisse Herdenschutz gilt jetzt in ganz Niedersachsen

Das Umweltministerium in Niedersachsen meldete jetzt, dass die Förderkulisse für den Herdenschutz auf das ganze Bundesland ausgedehnt wird. Demnach können Halterinnen und Halter von Nutztieren ab sofort landesweit bei der Anschaffung von Elektrozäunen und Herdenschutzhunden mit Unterstützung rechnen. Bei wolfsabweisenden Zäunen beispielsweise werden 80 Prozent der Kosten erstattet.

Eine inhaltliche Überarbeitung der Richtlinie Wolf werde folgen, so dass dann bald auch Hobby-Tierhalter in den Genuss der Präventionsförderung kommen können. Vor allem aber will man zügiger zu einfacheren und schnelleren Schadensregulierungen bei Wolfsrissen kommen.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies und Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast verständigten sich außerdem darauf, beim Thema Wolf zukünftig stärker zusammen zu arbeiten. Man werde beispielsweise gemeinsam die rechtlichen Bedingungen prüfen, unter denen möglicherweise einzelne Regionen auch wolfsfrei gehalten werden können.

Die neue Landwirtschaftsministerin sagte außerdem. …“ So müssen wir uns angesichts des Rudels in Cuxhaven schon bald um Lösungen bemühen.“…  (die Bedeutung dieses Satzes muss man sich erst einmal auf der „Zunge zergehen lassen“).

Wolfsschützer im Netz reagierten auf die Pressemeldung mit der Anmerkung, dass man die Vorhaben der beiden Minister genau beobachten werde. Man möchte so vermeiden, dass ausgerechnet in Cuxhaven, wo zwei Familienmitglieder des dort ansässigen Rudels (darunter die Fähe) illegal erschossen wurden und das Vatertier ferner spurlos verschwand, ein falsches politisches Exempel statuiert werde.

Die Lösung dort könne nur Herdenschutz, Herdenschutz und nochmals Herdenschutz lauten. Weitere, vom Ministerium angeordnete Wolfsentnahmen würden den illegal agierenden Wolfskillern nur in die Hände spielen. So etwas müsse unbedingt vermieden werden, da man ansonsten mit zahlreichen weiteren illegalen Wolfstötungen rechnen müsse….

Wolfsfreie Zonen seien zudem allein aus artenschutzrechtlichen Gründen kaum zu rechtfertigen. Die Bedenken der neuen Landwirtschaftsministerin, die Anwesenheit von Wölfen wirke sich negativ auf Urlaube auf dem Bauernhof oder Reitermöglichkeiten aus, weise darüber hinaus in die falsche Richtung. Zahlreiche Beispiele, z.B. aus der Lausitz und der Göhrde zeigten, dass genau das Gegenteil richtig sei….


Quelle: Gemeinsame Presseinfo des Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und  Verbraucherschutz vom 8.12.2017


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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