Wer akzeptiert Wölfe – und wer nicht?

In den letzten 10 Jahren gab es nur wenige Umfragen über die Akzeptanz der Wölfe in der Bevölkerung. Im Jahr 2006 erarbeitete Dr. Petra Kaczensky eine Studie über die Medienpräsenz der Wölfe, in der sie auch diese Frage aufgriff (hier der Link), in der Naturbewusstseinsstudie 2013 des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit war der Wolf ebenfalls ein Thema (hier ein Link). Auch eine repräsentative Umfrage des WWF im Jahr 2014, die vom Marktforschungsinstitut YouGov vorgenommen wurde, bestätigte, dass Deutschland eine überwiegend wolfsfreundliche Nation ist. Demnach freuen sich rund 71 Prozent der Deutschen über die Wolfsrückkehr und nur 15 Prozent der 1030 befragten Personen stehen Wölfen kritisch gegenüber (hier der Link).
Im Rahmen einer Maturaarbeit an der Kantonsschule am Burggraben in St. Gallen (Schweiz) beschäftigte sich nun Clara Zimmermann in einer Online-Umfrage mit der Haltung der heimischen Bevölkerung im Einzugsgebiet des ersten Wolfsrudels der Schweiz – den „Calanda-Wölfen“ – zum Wolf. Immerhin 635 Personen nahmen an der Umfrage teil.

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Wölfe allein schon durch ihre Symbolik polarisieren. Interessant ist auch ihr „Faktencheck“. Dabei griff sie sechs Thesen auf, die sie Medienbeiträgen entnahm (zum Beispiel kritische Zwischenfälle zwischen Wölfen und Kindern) und ließ den Wahrheitsgehalt dieser Beiträge einschätzen.


Die Ergebnisse bieten letztlich wenig Überraschendes. Auch im direkten Einzugsgebiet der Wölfe in der Schweiz akzeptieren rund zwei Drittel der dort lebenden Bevölkerung die Anwesenheit der Beutegreifer. Direkt Betroffene sind erwartungsgemäß weniger begeistert davon.


Die Webseite mit den Ergebnissen der Umfrage können Sie hier abrufen!


(Quelle: Clara Zimmermann, Kantonsschule am Burggraben, Klasse 4nG, Burggraben 21, 9000 St. Gallen, eMail: clara.j.zimmerman@bluewin.ch – Anmerkung: Für die Richtigkeit der Angaben und Inhalte der verlinkten Webseiten wird keinerlei Gewähr übernommen)

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