Gastbeitrag von Dr. Hannelore Gilsenbach (Schriftstellerin, Biologin und Sängerin)

„Wolfserwartungsland“


Sie sind längst da, die „Grauröcke“. Doch sie werden sich weiter ausbreiten. Mit welchen Folgen?

Immer wieder nachts heulen meine Hunde. Sie antworten. Irgendwo in den Wäldern bei Chorin ruft einer ihrer Stammväter. „Ich mag Wölfe“, sagt meine zehnjährige Enkeltochter, „ohne sie hätten wir keine Hunde.“


Der Europäische Grauwolf, er kehrt zurück in seine alte Heimat; behütet von EU- und deutschem Recht, von Kommissionen, Verordnungen, Richtlinien, Fachkonzepten und Leitfäden. Von Verbänden, Stiftungen, Behörden, Fachbüros, Ehrenämtlern und staatlich Beauftragten, die sich selbst Monitorer und Manager nennen und eingeweiht sind in nötige „Informations- und Handlungsketten“ …


Seit 2000 kehrt er zurück. Aus Polen westwärts. 150 Jahre nach seiner Ausrottung.


Projekt Wolf; Großraubtier Wolf. Risiken und Nebenwirkungen? Wolfspolitik ist Staatspolitik, Ländersache. Die Regierungen bemühen sich um Transparenz, veröffentlichen Wissenswertes über den Beutegreifer auf ihren Internetseiten: Nachweise, Nachrichten, Probleme, Wolfs-Managementpläne … Und sie verschicken Aufklärungsmaterial. „Wölfe in Brandenburg – Eine Spurensuche im märkischen Sand“, titelt das Potsdamer Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz 2013. Darin die damalige Ministerin Anita Tack: „Wir sollten der Entwicklung mit großer Gelassenheit entgegensehen.“ Den „faszinierenden Geschöpfen“, dem „scheuen Isegrim“… – die Broschüre gerät ins Schwärmen. „Angesichts des Wildreichtums hiesiger Landschaften ist die Nahrungsbasis für Wölfe gesichert.“ Keine Gebietsbeschränkung, kein Zielbestand.


Renommierte Wildtierökologen warnen dagegen. So Christoph Stubbe (2008): Der Wolf könne nicht überall im dicht besiedelten Deutschland leben. Es müssten Wolfsgebiete ausgeschieden werden. Dort seien die Hauptbeutetiere auf hohem Niveau zu halten. Es nütze kein Wolfsmanagement, man brauche ein Wildtiermanangement in den Wolfsgebieten. Der Wolf gehöre ins Jagdrecht, als ganzjährig geschützte Art. Ähnlich die Empfehlungen von Michael Stubbe im „Positionspapier der Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung zum Wolf“, 2014. Erforderlich sei ein wissenschaftlich begründetes Konzept zur Bestandsregulierung. Die Art sei in ihrer Existenz heute nicht gefährdet. Das Fazit wildtierökologischer Bedenken: Wölfe müssen ihre Scheu behalten. Sonst wandern sie in die Nähe der Siedlungen, reißen Weidevieh und andere Haustiere und werden zur Gefahr für Menschen.


Wolfspolitik contra Wissenschaft? Warum?


Die Spurensuche führt ins Jahr 1985. Damals unterzeichnete Kanzler Kohl für die BRD die „Berner Konvention zum Erhalt der europäischen wild lebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume“. Anhang II listet die streng geschützten Tierarten auf, darunter den Wolf: nicht stören, nicht fangen, nicht töten. Mit dem Beitritt galt dies auch für das DDR-Gebiet (wo Wölfe geschossen wurden). Etliche Länder hatten den Wolf bereits auf ihrem Territorium als sie der Konvention beitraten, z. B. die drei baltischen Staaten. Sie handelten für ihn einen geringeren Schutzgrad aus – Anhang V, geschützt, aber regulierbar. Deutschland besaß noch keine Erfahrung mit dem Raubtier. Es blieb bei Anhang II. Der Wolf im Naturschutzrecht. Keine Wolfsgebiete, kein Zielbestand, keine Regulation. Freies Land für freie Wölfe.


Naturschutzorganisationen wie WWF und NABU tragen den Wolf im Programm, sammeln Spenden, werben „Wolf-Paten“ und „Schutzengel für die Wölfe“ (15 Euro pro Monat). Rund 500 „NABU-Wolfsbotschafter“ sind unterwegs.


Versuch einer Bilanz. Wir stehen im fünfzehnten Jahr; anderthalb Wolfsgenerationen. Etwa 300 Tiere deutschlandweit. Der Jahresnachwuchs an Welpen (30 bis 40%) kommt hinzu.


„Isegrim“ fürchte sich vor Menschen, so beruhigen Wolfs-Experten; wer einen Wolf dennoch zu Gesicht bekomme, möge den Anblick genießen. Doch diese These demontiert sich, vor allem in Norddeutschland.

Presseberichte, Januar und Februar 2015: Wölfe an Bundesstraßen. Am Rande von Dörfern. Sechs „Isegrims“ folgen einer Joggerin bei Amelinghausen, sie flüchtet sich auf einen Hochstand. Ein Rudel lässt sich auf einem Waldweg nahe Hamburg filmen, unaufgeregt. Ein Wolf zeigt sich am Waldkindergarten Goldenstedt. Eine Frau – mit Hunden im Wald bei Lüneburg unterwegs – begegnet einer Wolfsgruppe, die ihr eine viertel Stunde lang in geringem Abstand folgt. Empfehlungsgemäß aber erfolglos schreit sich die Frau heiser. Wieder zu Hause, ist sie ein Fall für den Notarzt. In Mecklenburg-Vorpommern besucht ein Wolfsrüde Vellahn. In Rodenwalde will er zu einer läufigen Hündin. Zwei Tage später greift er bei Mölln eine Schafherde an. Sechs brüllende, fuchtelnde Männer brauchen fast eine Stunde, bevor der „Graurock“ das Weite sucht.

März 2015: Derselbe Wolf läuft durch Mölln. Genproben belegen seine Abstammung vom besonders verhaltensauffälligen Munsteraner Rudel. Es siedelt auf dem noch betriebenen Truppenübungsplatz Munster in der Lüneburger Heide. Dort, beim benachbarten Wriedel, wurden mehrfach Spaziergänger von Wölfen umringt. Und ebenso beachtlich: Auf einem Handy-Video trabt ein Wolf durch eine Reihenhaussiedlung in Wildeshausen …


Was ist los mit Norddeutschlands Wölfen? Die Gerüchteküche brodelt. Ausgesetzte Tiere? Von Soldaten gefütterte? Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel will den Wölfen, vor allem dem Munsteraner Rudel, nun mit Satelliten-Ortung auf die Schliche kommen. Am 22. und 29. Juni 2015 ließ er Erfolge melden: Zwei Jungwölfe liefen in die Käfigfalle. Aus der Narkose erwacht, trollten sie sich inklusive Sendehalsband. Bis 4.000 Euro kostet das Stück. Zwanzig Halsbänder hat das Land für seine Wölfe eingeplant. Zwei Jahre Wolfs-Überwachung je Sender – Bewegungsmuster, stündliche Koordinaten, Monitoring, hightech. Danach Management, simpel. Wölfe, die sich Menschen dichter als 30 Meter nähern, müssen mit Gummigeschossen rechnen. Theoretisch. Die Praxis verspricht spannend zu werden. Schmerzhaftes Gummi auf zutrauliche „Graupelze“? Was mögen Wolfspaten und Schutzengel dazu sagen? Als Minister Wenzel dem „Wildeshausener Wolf“ bereits im März 2015 Vergrämung bis „finale Entnahme“ verordnet hatte, wussten Wolfsenthusiasten dies zu verhindern.


Übergriffe auf Haustiere – das zweite heikle Medienthema. Attacken auf Schafe, Kühe, Fohlen, Ziegen, Damwild. In Panik geratene Pferde, die in den Straßenverkehr rennen… Noch zuckende Kadaver am nächsten Morgen. Verzweifelte, wütende Tierhalter in Talkshows wie Panorama am 10. 3. 2015: Nicht ausreichende Fördergelder für wolfssichere Elektrozäune, zu lange Zaunstrecken; Schafherden mit Lämmern drängeln sich im grauen Stall, statt Norddeutschlands grüne Weiden zu zieren …


Brandenburgs Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft Jörg Vogelsänger begegnet der Kritik seiner Tierhalter dagegen mit einem Lob des Managements: „414 Schafe, 4 Ziegen, 59 Stück Damwild, 10 Kälber wurden entschädigt.“ Dafür und für sonstige Präventionsmaßnahmen zum Wolfsschutz nennt seine Presse-Information vom März 2015 eine Summe von 874.500 Euro – ausgereicht oder eingeplant von Land-, EU- und Naturschutz ab 2007, der Ansiedlung erster Wölfe in Brandenburg. Addiert man geschätzte Eigenanteile der Geförderten, rundet sich das Ganze auf mindestens 1 Million. Umgelegt auf 50 Tiere im Schnitt der Jahre wären das 20.000 Euro pro Wolf. Personalkosten (Verwaltung, Monitoring, Management) dürften die Summe vervielfachen. Inklusive der Gentests am Senckenberg Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen – sie sind vorgeschrieben, um wildernde Haushunde als Ursache auszuschließen. Nur 0,2 Prozent der Wolfsnahrung sind Nutztiere. Teuer bezahlte 0,2 Prozent.


Wolf und Wald und Jagd – ein nächstes Thema, ein höchst streitbares. Vielen Jägern gilt der Wolf als Jagdhelfer, anderen als Konkurrent. In Brandenburg gab es bislang acht (registrierte) illegale Abschüsse. Für jede dieser Straftaten wären 5 Jahre Haft oder 50.000 Euro fällig.


„Isegrims“ Geschenk an die Forstwirtschaft seien gesundes Wild, gesunde Wälder, heißt es. Dass er viele Jungtiere erbeute, Wildarten zum Aussterben bringe und nur wenig Einfluss auf die Waldstruktur habe – auch davon ist zu lesen, zumindest in Jagdmagazinen.


Der Wolf und die Wissenschaft: Seine Rückkehr bescherte der sächsischen Lausitz 2003 und 2004 zwei ministeriell gesteuerte Fachbüros. Reichlich Arbeit für WildbiologInnen: Wolfsverhalten, Wanderungen, Reviere, Fleischbedarf, Beute, Übergriffe auf Nutztiere, Beratung der Tierhalter. Ein Büro für Wolfs-Monitoring gibt es seit Juli 2015 auch in Niedersachsen.


Und wie steht es um „Graurock“ und Haushund? Als ein zugewanderter Wolfsrüde im Oktober 2014 am Forsthaus Luisenthal bei Angermünde (Brandenburg) eine Tiroler Bracke fast zu Tode biss – infolgedessen das Ministerium Haus und Försterfamilie elektrisch einhegen ließ wie eine Schafherde – war es kaum Hunger, der „Isegrim“ trieb. Sein Wald voller Reh und Hirsch und Schwein. Es war das Revier! Wölfe mögen keine Konkurrenz. Wolfsbedingt verlorene Hunde bei Treibjagden werden „finanziell ausgeglichen“. Und Waldspaziergänger und ihre vierbeinigen Begleiter? Sie haben zumindest ein Recht auf Warnschilder.


Und die Frage aller Fragen in puncto Wolf: Muss der Mensch ihn fürchten? Die NABU-Antwort, kurz und werbewirksam: „Rotkäppchen lügt“. Recht so, NABU – schließlich handelt es sich um ein Märchen. Doch zur Ehrenrettung seiner Schöpfer Jacob und Wilhelm Grimm sei gesagt: Für das Jahrhundert ihrer Hausmärchen – sie erschienen 1812 bis 1858 – verzeichnet der „Linnell-Report“ (2002), eine Wissenschaftsstudie aus Norwegen, 2.255 tödliche Wolfsangriffe in Russland, 327 in Europa. Nervenstarken Lesern sei zudem „Wölfe in Russland“ empfohlen (Ch. Stubbe, 2008), mit Details von Wolfsangriffen vor allem auf Kinder, ab 1807. Dennoch – tödliche Wolfsattacken haben stark abgenommen. Ab 1950 wurden in Europa, Russland und Nordamerika etwa 30 Fälle registriert. Ein geringer Anteil in der Statistik möglicher Todesursachen für Menschen. Wolfsschützer erwähnen sie gern, diese Statistik. Doch Schicksale interessieren sich kaum für Mathematik. Was also waren die Ursachen für den Zugriff der „Grauröcke“? Vor allem Tollwut. Und Hunger. Zu große Nähe zu Siedlungen, zu Haustieren, zu Abfällen. Und „Wolfshybride“, Mischlinge von Wolf und Hund. Welche der Ursachen ist heute ausgeschlossen? Keine. Selbst die Tollwut nicht, wenngleich die BRD als erregerfrei gilt. Polen ist es nicht.


Eine Ausblick: Die deutsch-westpolnischen Wölfe werden sich weiter vermehren, mit Verwandten aus Nord und Süd mischen, als Teil der großen, nicht gefährdeten Eurasischen Wolfspopulation. Ihre neuen Reviere – rund 200 Quadratkilometer pro Rudel – werden auch ins waldarme deutsche Offenland wandern. In die Nähe von Dörfern und Städten. Wölfe brauchen keine Wildnis. Und der Mensch hierzulande ist kein Feind. Er fuchtelt nur, schreit – oder genießt den Anblick.


Fünf Kilo Fleisch pro Tag? Da wären Waschbären und Kaninchen. Wildschweine der Vorstadt. Biber der Gartensiedlung. Hunde und Katzen. Das Vieh der Kleintierhalter. Abfälle. Müllhalden.


Die EU-Bürokratie definiert 1.000 Wölfe als „guten Erhaltungszustand“ der Population. Wäre sie ab hier regulierbar? Nicht nötig, so die Wolfsmanager. „Isegrims“ Dichte reguliert sich von allein, wenn die Welpen verhungern. Wenn auch die Alten hungern? Hungrige Wölfe …?


Das Bundesamt für Naturschutz traut Deutschland 4.000 Wölfe zu – ökologisch tragfähig laut einer Universitätsstudie aus Freiburg (Felix Knauer, 2009). Eine neue Studie dieser Universität (Dominik Fechter und Ilse Storch, 2014) mahnt die Unsicherheit solcher Prognosen an. Je nach Modelltyp und Parametern ergäben sich für Deutschland Rudelzahlen zwischen 154 und 1.769 (über 10.000 Wölfe). Ein Vergleich: Im Baltikum (40 Einwohner pro Quadratkilometer) leben etwa 3.600 Wölfe. In Rumänien (93 Einwohner pro Quadratkilometer) etwa 3.000. Die BRD hätte künftig 4.000 Wölfe oder je nach Modelltyp das Dreifache. Bei 230 Einwohnern pro Quadratkilometer!


„Ganz Deutschland ist Wolfserwartungsland“, freut sich der NABU und kehrt damit einen Begriff aus der Politsatire ins Ernste. Sven Kühlmann vom Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, zudem NABU-Wolfsbotschafter, sieht selbst im Berliner Stadtgebiet Nahrung und Platz für das Großraubtier. Derweil drucken Jägermagazine das verhaltensbiologische Urteil des kanadischen Zoologen Valerius Geist über die Vorfälle in Niedersachsen: Indem Wölfe sich Menschen nähern, sie gar umkreisen, erkundeten sie neue Beutequellen …


Umweltminister Wenzel nannte jüngst die Zahlen: 238 (registrierte) Beobachtungen in der Nähe von Häusern, Autos, Radfahrern. 30-Mal näherten sich Wölfe dem Menschen dichter als 30 Meter, 18-Mal dichter als 10 Meter, 11-Mal waren Hunde die Auslöser.


Was bleibt zu wünschen? Möge Professor Geist sich irren. Und mögen die Gummigeschosse treffen. Der „Wanderwolf“ von Niedersachsen starb übrigens im April den Straßentod …


Meine Hunde werden wieder heulen. Und die Choriner Wälder werden ihre Wolfsrudel bekommen. Und anderswo in Deutschland? Viel zu tun für Minister, Schutzengel und Naturschützer. Meine gute Wünsche begleiten sie. Vor allem jedoch den Wolf, dieses kluge Wildtier, in unserer zerrissenen Welt, 150 Jahre danach.


(Eine gekürzte Fassung dieses Artikels ist am 6.September 2015 in einer bekannten überregionalen deutschen Tageszeitung erschienen.)


Dr. rer. nat. Hannelore Gilsenbach ist Schriftstellerin, Biologin und Sängerin. Geboren 1950 in Ueckermünde,1968 -1972 Biologiestudium an der Universität Rostock, 1972 – 1988 Wissenschaftlerin am Institut für Pflanzenschutzforschung Kleinmachnow, Bereich Eberswalde; 1979 Promotion zum Dr. rer. nat.; 1973 – 1985 Sängerin der Amateurgruppe Rythm & Blues Collegium Eberswalde. Ab 1984 Liedermacherin/Chansonsängerin; Kompositionen nach Texten von Reimar Gilsenbach und eigenen Texten. Ab 1988 freischaffende Autorin (Printmedien, Funk, Sachbücher für Kinder und Erwachsene); Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller. Ab 1994 verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift „BUMERANG – Indigene Völker heute“, 2011 Mitgründerin und Sängerin der Musikgruppe IntiSonLatino. Wohn- und Arbeitsort im brandenburgischen Naturschutzgebiet Plagefenn/Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Mit ihrem Mann Reimar Gilsenbach (1925-2001) gehörte sie zur DDR-Umweltopposition.

Weitere Informationen über Hannelore Gilsenbach sind über ihre Internetseite www.gilsenbach-gilsenbach.de verfügbar. Das Beitragsfoto (oben rechts) wurde von Frau J. Schölzel aufgenommen.


Wolfsmonitor bedankt sich bei Frau Dr. Gilsenbach für diesen Beitrag!


Hintergrund:

Der Grauwolf (Canis lupus) ist weltweit verbreitet und als Art nicht gefährdet. Neun Unterarten leben in Europa und Asien, vier in Nordamerika. Die bei uns vorkommenden Tiere gehören zur Unterart der Eurasischen Grauwölfe (Canis lupus lupus). Mit weit über 100.000 Exemplaren – von der Iberischen Halbinsel bis zum Himalaya – gilt auch ihr Bestand als stabil. 20.000 von ihnen leben in Europa.
Die Rote Liste Deutschlands und anderer EU-Staaten verzeichnet den Wolf als vom Aussterben bedroht (höchste Schutzkategorie) und fördert so die Wiederbesiedlung einstiger Lebensräume durch das Großraubtier. Die 20.000 Grauwölfe Europas verteilen sich auf 10 geografische Populationen – darunter die deutsch-westpolnische (aktuell „Zentraleuropäische Tieflandpopulation“ genannt).


In diesen Bundesländern leben heute Wolfsrudel (Herbst: 2015):
Sachsen: 12
Brandenburg: 7
Niedersachsen: 7
Sachsen-Anhalt: 5
Mecklenburg-Vorpommern: 2


Zum Rudel (Wolfsfamilie) gehören die Eltern und 2 bis 10 Jungtiere. Außer Rudeln gibt es noch Einzelwölfe.
Erste Wolfsnachweise gab es 2015 auch in Schleswig-Holstein, Hessen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg.


Aktuelle Berichte und Karten siehe

Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz
www.wolfsregion-lausitz.de

Wildbiologisches Büro LUPUS
www.lausitz-wolf.de

 

 

 

Kommentar verfassen