Offenbar en vogue: Das Thema Wolf in Bundestags- und Koalitionsdebatten

Wölfe scheinen zurzeit politisch „en vogue“ zu sein. Aber nicht nur einzelne Ergebnisse der GroKo-Koalitionsverhandlungen irritieren dabei, weil dort ausgerechnet in der „Arbeitsgruppe Landwirtschaft“ die sogenannte „letale Entnahme“ einer gewissen Anzahl von Wölfen beschlossen wurde. Und das, obwohl diese zu den am strengsten geschützten Tierarten in Europa gehören.

Nein, auch im Bundestag wurde am letzten Freitag, den 2. Februar, kontrovers über das Thema Wölfe diskutiert. Dort verwies man die Vorlagen jedoch nicht an den Landwirtschaftsausschuss, sondern an den Umweltausschuss (Anm. der Redaktion: Wo sie eigentlich auch hingehören).

Den Abgeordneten lagen dazu Anträge der FDP-Fraktion mit dem Titel „Gefahr Wolf – Unkontrollierte Population stoppen“, der Linksfraktion mit dem Titel „Herdenschutz – jetzt bundesweit wirkungsvoll durchsetzen“, der AfD mit dem Titel „Herdenschutz und Schutz des Menschen im ländlichen Raum – Wolfspopulation intelligent regulieren“, und von Bündnis 90/die Grünen mit dem Titel „Rückkehr des Wolfes – Artenschutz und Herdenschutz zusammen denken“, vor.

Der Bundestag überwies die Vorlagen im Anschluss zur federführenden Beratung an den Umweltausschuss, wie bereits oben geschildert. Die FDP und Die Linke hatten für eine Überweisung an den Landwirtschaftsausschuss plädiert, konnten sich aber nicht durchsetzen.

Während die FDP in ihrem Antrag fordert, den Wolf als jagdbare Tierart in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen, plädierten die GRÜNEN dafür, sich auf allen Ebenen für einen umfassenden Schutz des Wolfs einzusetzen, für stabile Wolfsbestände zu sorgen und mit Herdenschutmaßnahmen eine sichere Weidehaltung zu ermöglichen.

Alle Anträge zum Download und alle Reden dazu sind auf der Webseite des Deutschen Bundestages einseh- und downloadbar. Ein Link zur entsprechenden Webseite finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, unter Nutzung dieses Links!


Quelle: Deutscher Bundestag, Online-Dienste, abgerufen am 6.2.2018


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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