Frau Ministerin bittet zum Abschuss

Stehende Ovationen soll es nach einem Bericht im „Hamme – und Wümme- Report“ von Heiko Bosse beim Kreisjägertag in der Schwaneweder Schützenhalle am Samstagnachmittag gegeben haben, als die neue niedersächsische Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) den Schulterschluss mit den Osterholzer Jägern suchte und diese als „die wahren Grünen“ bezeichnete. (*1)

Als „schlicht“ darf man allerdings ihr mitgebrachtes Lösungsrepertoire bezeichnen. Nutrias müssten beispielsweise gestoppt werden. Sie bat die anwesenden Jäger daher „um eine scharfe Bejagung“. Auch die drohende Afrikanische Schweinepest (ASP) bereite Sorgen. Otte-Kinasts Empfehlung lautete abermals: Eine intensivierte Jagd.

Ihrer Ansicht nach könne auch der Wolf nur dann „erzogen“ werden, …“wenn wir zwischendurch auch mal einen rausschießen“, so Otte-Kinast.

Wie gesagt: Sie erntete für diese eher „schlichten“ Vorschläge stehende Ovationen.

Objektiv gesehen hätten sich allerdings alle Protagonisten – zumindest aber die, die dazu intellektuell in der Lage gewesen wären – besser einmal fragen sollen, an welcher Stelle dieser „Aufführung“ eigentlich der passende Moment gewesen wäre, sich fremdzuschämen.

Ist natürlich nicht ganz einfach, dem Echo in einer Echokammer zu entkommen…


Herzlichst

Ihr

Jürgen Vogler


„Echte Propheten haben manchmal, falsche Propheten haben immer fanatische Anhänger.“

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916)


Quelle: (*1) Weserreport.de, Hamme-Report – Wümme-Report, Heiko Bosse am 17.3.2018: “Ministerin Otte-Kinast fordert Abschuss von Wölfen“, abgerufen am 17.3.2018, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com


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