Erik Zimen: „Nachts verhalten sich Wölfe auffällig anders…“

…“Sollten Wölfe also doch ihre normalerweise panische Angst vor ihrem Feind, dem Menschen, verlieren, ja diesen gar als Beute betrachten können? Hält man sich ihre große Fluchtdistanz auf freier Wildbahn vor Augen, erscheint das kaum möglich. Nachts allerdings verhalten sie sich auffällig anders, wie wir etwa in den Abruzzen erlebt haben. Es ist dort nicht ungewöhnlich, dass Wölfe bei Nacht ohne größere Scheu mitten durch ein Dorf, über den Hof eines Bauern laufen. Der Wolf hat seine tausendjährige Verfolgung nur deshalb überleben können, weil er die Gewohnheiten des Menschen genau kennt und weiß, wann dieser ihm gefährlich werden kann und wann nicht. Und nachts ist er jedem Menschen zumindest hinsichtlich der Orientierung überlegen.“…


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(Quelle: Erik Zimen (* 1941 bis †2003), bedeutendster Wolfsforscher Deutschlands, in seinem Buch: Der Wolf – Verhalten, Ökologie und Mythos, München 1990, S. 409 f.)

 

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