Erneut Übergriff auf Schafherde im Landkreis Diepholz

Schäfermeister Klaus Menke scheint ein besonnener Mann zu sein. Nach einem Übergriff auf „seine“ Schafherde am letzten Freitag in Freistatt, dem 4 Schafe und eine Ziege zum Opfer fielen, weitere Tiere wurden verletzt, wählt er seine Worte gegenüber dem NDR mit Bedacht(*).
„Es können wildernde Hunde oder auch „der Wolf“ gewesen sein“, sagt er gegenüber dem Reporter.

Es müssten, da sei er sicher, allerdings „Hundeartige“ gewesen sein, das zeigten die Bissverletzungen. Er halte sich beim Schutz der Herde, die zum Zeitpunkt des Übergriffs rund 800 Tiere umfasste, genau an die Vorgaben des Umweltministeriums. Es müssten ihm nun von Fachleuten andere Wege zum Schutz der Herde aufgezeigt werden, so der Schäfer.

Kommentar:


Den besten Schutz vor derartigen Übergriffen von „Hundeartigen“, insbesondere aber Wölfen, gerade dann, wenn der empfohlene Grundschutz – der aus der Umzäunung einer Herde mit einem Elektrozaun besteht – allein nicht ausreicht, ist der Einsatz von Herdenschutzhunden. Es ist dem Schäfer deshalb nahezulegen, möglichst bald damit anzufangen. Die Schafhaltung in größeren Herden, wie Menke sie betreibt, begünstigt den Einsatz der Hunde sogar. Eine öffentliche Förderung der Maßnahme nach der Niedersächsischen „Richtlinie Wolf“ dürfte vermutlich möglich sein, hier hat er sich vor dem Beginn einer Maßnahme allerdings im Wolfsbüro zu vergewissern und ggf. einen entsprechenden Antrag zu stellen. „Sein“ Wolfsberater dürfte ihm dabei hilfreich zur Seite stehen.


Menke sei darüber hinaus empfohlen, sich zeitnah entweder mit
• Frau Dr. Regina Walther vom Landesverband der Schaf- und Ziegenzüchter und -halter Sachsen e. V., (hier der Link!),
• der Arbeitsgemeinschaft Herdenschutzhunde e.V., (hier der Link!),
• oder dem Verein für arbeitende Herdenschutzhunde in Deutschland e.V. (hier der Link!)
in Verbindung zu setzen. Hier dürften ihm von Fachleuten andere Wege zum Schutz seiner Herde aufgezeigt werden.

…just my 2 cents…


Herzlichst
Ihr
Jürgen Vogler

(* Quelle: www.ndr.de, hier der Link!, Abgerufen am 18.11.2015, 10:00 Uhr)

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