Elli H. Radinger: Wölfe und Nutztiere

…“Ein erstes Anzeichen, dass Wölfe in der Nähe leben, sind meist tote Schafe – und zwar auch dort, wo es ausreichend „natürliche“ Beute gibt. Wölfe sind an die Jagd auf Huftiere angepasst. Sie machen keinen Unterschied zwischen wilden und domestizierten Huftieren.


Als echte Opportunisten reißen sie Tiere, die leicht zu erlegen sind. Haben sie erst einmal gelernt, dass unbewachte Schafe leichte Beute sind, werden sie sie immer wieder als Nahrung auswählen.

Seit ewigen Zeiten versuchen Nutztierhalter in den Wolfsgebieten Europas dies zu verhindern und die Verluste zu reduzieren, mit Zäunen, Einstallen, Herdenschutzhunden. In Deutschland, wo es lange keine großen Beutegreifer gab, wurden diese Schutzmaßnahmen vergessen.

Mit der Rückkehr der Wölfe jedoch sind die Nutztierhalter gefordertm umzudenken, aktiv zu werden und selbst Maßnahmen zum Schutz ihrer Tiere zu ergreifen.“…


(Quelle: Elli H. Radinger, Wetzlar: „Wolfsangriffe – Fakt oder Fiktion?“, 2. Auflage 2013, Seite 99, ISBN-10:1478199393, für weitere Informationen klicken Sie bitte auf nachfolgendes Buchcover!)

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