Eckhard Fuhr: Der Wolf als Wegweiser

Eckhard Fuhr, Autor des lesenswerten Buches „Rückkehr der Wölfe“ berichtet darin von einer Begegnung mit Erik Zimen Ende der Neunzigerjahre:

…“Wie viele Hirsche, Rehe oder auch Schafe heute von Wölfen gefressen, also der ganze Konfliktstoff, mit dem sich das moderne Wolfsmanagement herumplagen muss, das alles interessierte Zimen nicht mehr besonders. Der Wolf war für ihn Wegweiser zu elementaren Fragen der Anthropologie. Nach einem langen Nachmittag in Grillenöd konnte ich etwas besser verstehen, welche kulturellen Resonanzen in der Faszination mitschwingen, die der Wolf auf die meisten ausübt.


Er verkörpert offenbar einen tief verankerten Archetypus des Wilden, der einerseits bedrohlich, andererseits ungemein anziehend ist, einerseits schrecklicher Rachen, andererseits warmer, weicher Pelz. Der Wolf siedelt in der Intimsphäre der Kulturgeschichte. Das unterscheidet ihn vom Biber, vom Kranich, von der Gelbbauchunke und auch vom Luchs. Und das muss man wissen, wenn man Wolfsmanagement betreiben will.“…


(Quelle: Eckhard Fuhr: „Rückkehr der Wölfe – Wie ein Heimkehrer unser Leben verändert“, München 2014, Zitat Seite 62 f., weiterführende Informationen zum Buch erhalten Sie durch einen Klick auf das nachfolgende Buchcover!)

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