Wird den Jägern in Niedersachsen das Wolfsmonitoring entzogen?

Plant die Landesregierung in Niedersachsen, der dortigen Jägerschaft das Wolfsmonitoring zu entziehen? Ein Interview in der Printversion der Februarausgabe des Magazins „Jäger“ mit dem umweltpolitischen Sprecher der FDP-Fraktion im niedersächsischen Landtag, Dr. Gero Hocker, lässt darauf schließen.

Auf die Frage des Jägermagazins, wie das Wolfsmanagement verbessert werden kann, antwortete Hocker:

„Ein Wolfsmanagement kann in Niedersachsen nur gelingen, wenn Beteiligte und betroffene Gruppen ernsthaft einbezogen werden. Gerade in Niedersachsen  hat die Landesregierung bei Fragen des Wolfs und bei der Hilfe für Geschädigte viel zu lange gezögert und sich führungsschwach gezeigt. Überboten wird dies nur noch von Plänen der Landesregierung, den Jägern das Wolfsmonitoring zu Gunsten von Naturschutzverbänden zu entziehen“…

um später zu ergänzen:

…“Sollten die Pläne der Landesregierung tatsächlich umgesetzt werden, wäre dies in meinen Augen ein Skandal und eine Kampfansage der Grünen an Jäger und Tierhalter.“…


Was ist dran an Hockers Aussagen?


(Hintergrund: Am 1. Dezember 2011 unterschrieben der damalige Umweltminister Hans-Heinrich Sander und der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, Helmut Dammann-Tamke eine Kooperationsvereinbarung zum Umgang mit dem Wolf in Niedersachsen auf der Messe Pferd & Jagd in Hannover. Die Vereinbarung umfasst die landesweite Koordination und Dokumentation der wissenschaftlichen Erfassung von Wolfshinweisen, das sogenannte Wolfsmonitoring, sowie die Schulung der ehrenamtlichen Wolfsberater und die Information der Öffentlichkeit.)


(Quelle: Jäger – Zeitschrift für das Jagdrevier, 133. Jahrgang, Nr. 2 – Februar 2016, Interview mit Gero Hocker: „Die Politik muss tätig werden“, Seite 28 f.).

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