Touristenattraktion Wolf?

Nicht selten verbreiten verunsicherte Politiker oder Touristikverantwortliche die Mär von den ausbleibenden Gästen dort, wohin der Wolf zurückkehrt. Kürzlich geschah dies im niedersächsischen Städtchen Uslar (Landkreis Northeim), wo der Stadtrat eine Resolution gegen den Wolf verabschiedete.


 

Der Stadtrat begründete diese Entscheidung unter anderem mit den vermeintlichen Gefahren für den Tourismus im Weserbergland (hier der Link!).

Dass die Realität hingegen eine andere sein kann, zeigen die neuesten Zahlen des Landesamtes für Statistik in Niedersachsen. Demnach verlief das erste Quartal 2016 für den niedersächsischen Tourismus sehr erfolgreich, wohl nicht zuletzt auch, weil die Osterferien in diesen Zeitraum fielen. (*1)

Doch während in den Reisegebieten Hannover-Hildesheim und dem Braunschweiger Land nennenswerte Rückgänge der Übernachtungszahlen zu verzeichnen waren, stieg die Zahl der Gäste in der Lüneburger Heide, die als Region mit den größten Wolfsvorkommen Niedersachsens bekannt ist, um knapp ein Fünftel, nämlich 19,9%.

Auch andere deutsche Regionen, wie z.B. die Lausitz, profitieren bereits seit Jahren touristisch von der Rückkehr der großen Beutegreifer.

(Quelle: (*1) Landesamt für Statistik Niedersachsen, www.statistik.niedersachsen.de, Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik vom 31.5.2016: „Tourismus: Steigende Gäste- und Übernachtungszahlen im 1.Quartal 2016“, abgerufen am 13.7.2016, hier der Link!)

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