MU-Info: Niedersächsiches Umweltministerium weist Vorwürfe zurück

Heute, am 18. Juli, veröffentlichte das Niedersächsische Umweltministerium (MU) folgende Pressemitteilung (im Wortlaut):

Umweltministerium weist Vorwürfe zum Munsteraner Rudel zurück

Das Niedersächsische Umweltministerium hat die von der Opposition erhobenen und von einzelnen Medien berichteten Vorwürfe bezüglich des Umgangs mit den Wölfen aus dem Munsteraner Rudel und zum Wolfsmanagement in Niedersachsen schärfstens zurück­gewiesen: 

  • Alle vorliegenden Erkenntnisse über das Verhalten der Wölfe sind kontinuierlich ausgewertet worden; auf Grundlage der Auswertungen sind kontinuierlich Maßnahmen ergriffen worden.
    Bereits im Frühjahr 2015 wurde das Monitoring im Bereich Munster verstärkt. Es wurde vor Ort zusätzliches Personal eingesetzt. Die Zusammenarbeit mit der Standort­komman­dantur des Truppenübungsplatzes wurde intensiviert. In der weiteren Folge wurde die Besenderung zweier Wölfe veranlasst und durchgeführt. Im Sommer 2015 wurde das Wolfsbüro eingerichtet, um das Monitoring, die Öffentlichkeitsarbeit und die Beratung der Weidetierhalter zu verstärken. Anfang des Jahres 2016 wurden Vergrämungs­maß­nahmen durchgeführt; im Mai erfolgte dann letztlich die Entnahme des Wolfs MT 6.
  • Alle Abläufe wurden in Beratungen vor Ort, in Unterrichtungen, Presseinformationen, Pressekonferenzen, öffentlichen Veranstaltungen und zusammenfassend immer aktuell im Internet dokumentiert.
  • Fotos und einzelne Kurzvideos wurden auf einer Zusammenkunft mit Wolfsberatern im Februar 2015 auf einer Veranstaltung im Heidekreis NICHT vom Umweltministerium, sondern von einem als Wolfsberater tätigen Bediensteten der Bundesforsten gezeigt, und von diesem anschließend der vom Land Niedersachsen vertraglich mit dem Wolfs­monitoring beauftragten Landesjägerschaft zugänglich gemacht. Bilder ohne Angabe von Ort und Zeit der Aufnahme gehen nicht in das Monitoring ein. Der Wolfsberater wies darauf hin, dass der Bildautor einer Veröffentlichung nicht zustimmt. Diese Anforderung ist aktuell noch einmal bekräftigt worden. Hinweis: Um ein Foto richtig einordnen zu können, muss eine persönliche Dokumentation des Fotografen vorliegen, die verdeutlicht, an welchem Ort, in welcher Situation, aus welcher Entfernung Aufnahmen gemacht wurden, ob sie beispielsweise als Fußgänger, Reiter oder aus einem Fahrzeug erfolgt sind. Ohne Dokumentation können Fotos und Videos zwar Hinweise für weitere Nachforschungen, aber keine so genannten C1-Nachweise liefern.
  • Das Ministerium spricht in allen Veröffentlichungen (Reden, Unterrichtungen, Presse­informationen, Pressekonferenzen etc.) seit Jahren davon, dass sich Tiere aus dem Munsteraner Rudel „wenig scheu“ verhalten. Ein „wenig scheues“ Verhalten von Wölfen entspricht der Beschreibung eines Verhaltens, das auf eine Habituierung (Gewöhnung der Tiere an den Menschen) zurückzuführen ist. Das Ministerium hat in allen seinen Verlautbarungen darauf hingewiesen, dass davon auszugehen ist, dass es Ereignisse mit einer habituierenden Wirkung gegeben haben könnte. „Beweise“ dafür, dass Wölfe von Menschen angelockt oder gefüttert wurden, liegen dem Ministerium bis heute nicht vor; auch von anderen Institutionen sind nach Kenntnis des Umweltministeriums solche Dokumentationen nicht bekannt.
  • Das Ministerium informiert kontinuierlich über alle Maßnahmen des Wolfsmonitorings.
  • Das Ministerium hat auch auf Anfragen, die sich auf die aktuelle Berichterstattung beziehen, in den vergangenen Wochen mehrfach und in ausführlicher Form geantwortet. Anderslautende Darstellungen sind nicht korrekt.

 

MU-Ansprechpartner:

Rudi Zimmeck

Pressesprecher

Archivstraße 2

30169 Hannover

www.umwelt.niedersachsen.de

E-Mail: Rudi.Zimmeck@mu.niedersachsen.de

(Quelle: www.umwelt.niedersachsen.de, Pressemitteilung Nr. 154/2016, abgerufen am 18.07.2016, hier der Link!)

Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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