Der Wolf im „Focus“ – Journalisten als „Allzweckwaffen“?

Sie schreiben über den Brexit, Flüchtlingsheime, Angela Merkel oder Bud Spencer. Damit sind sie – so wirkt es zumindest auf mich – die „Allzweckwaffen“ ihrer Auftraggeber, in diesem Fall des Focus-Magazins. Die Rede ist von den beiden Journalisten Julian Kutzim und Andreas Grosse Halbuer. (*1)

Jetzt schrieben sie über den Wolf. Das Ergebnis: Gekonnt formuliert, jedoch wurde kaum ein gängiges Klischee, wie z.B. das des „ökobewegten Stadtbewohners“, ausgelassen.

Ferner wurden keine Wolfsbefürworter sondern ausschließlich Wolfsgegner zitiert, mit Ausnahme der Feststellung, dass …“Tierschützer – allen voran Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) – jubeln“.

Die Wolfsmonitor-Bewertung:

Der Text klingt wenig objektiv, sogar größtenteils tendenziös und verzerrt aufgrund von Beschreibungen wie …„kein Tier hat ein mieseres Image“ oder… „ein Symbol des Bösen“ grundlos die Realität.

Hätten die beiden Journalisten statt Hartwig Fischer, Jan Siebels und Christian Lohmeyer beispielsweise Olaf Tschimpke, Elli H. Radinger und Ilka Reinhardt befragt, wären sie sicher zu einem völlig anderen Recherche-Ergebnis gekommen.

Insofern gibt es Grund genug, die Tendenziösität des Beitrags für keinen Zufall zu halten und den Artikel deshalb für verzichtbar zu erklären.

Der vollständige Focus – Artikel ist hier verlinkt!

(Quelle: FOKUS Magazin, www.focus.de, Artikel von Julian Kutzim und Andreas Grosse Halbuer am 30.7.2016: „Ein Wolf kommt selten allein“, abgerufen am 31.7.2016, hier der Link!)

Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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