Cuxland: Weiteres Rind Wolfsopfer?

Warum erneut bei Herrn Müller? Diese Frage stellte ich in meinem letzten Wolfsmonitor- Beitrag. Bereits wenige Tage später gibt es nun einen vermeintlich weiteren Wolfsübergriff auf ein tragendes Rind in der Cuxland- Region. Dieses Mal zwar nicht bei Herrn Müller, aber ebenfalls in der Nähe von Lamstedt, in Armstorf.

Laut Nord 24 gehörte das betroffene Rind zu einer Herde von elf Jungrindern, die von dem Wolf oder den Wölfen auseinandergetrieben wurden. Das tragende Rind flüchtete demnach über einen Kilometer in einen Graben, wo es dem Bericht nach getötet wurde. (*1)

Der örtliche Wolfsberater zog eine DNA-Probe, ein Amtstierarzt bestätigte, dass die Bissverletzungen von Wölfen stammen. Die Probe konnte zwischenzeitlich allerdings noch nicht ausgewertet werden.

Was auf den geschilderten Hergang – also die Hetzte des Rindes über rund einen Kilometer – schließt, lässt der Nord24-Artikel allerdings offen, was in den Sozialen Medien auch gleich einige Skepsis hervorrief. Dort fragt man sich, was eigentlich dagegen spreche, dass das Rind zuerst verunglückte und erst dann die Wölfe kamen.

Ein Wolfsmonitor-Telefonat mit Wolfsberater Olaf Kuball schafft hier etwas mehr Klarheit: Die elfköpfige Rinderherde brach folglich aus der Weide aus, das getötete Rind wurde ca. 200 bis 250 Meter von der eigenen Weide entfernt in einem Graben gefunden. Nichts weist dabei auf ein Ertrinken des Rindes hin, dazu sei der Wasserstand in dem Graben viel zu niedrig gewesen. Die Spurenlage deute auf eine Hetze hin, es gebe dafür letztlich jedoch keine Augenzeugen. Die DNA-Analyse werde hoffentlich weitere Antworten liefern. Und nein, es seien in diesem Fall nicht erneut die Rinder von Herrn Müller betroffen.

Herzlichst

Ihr

Jürgen Vogler

Quelle: (*1) Nord24, www.nord24.de, Artikel vom 5.9.2016: „Wolf reißt tragendes Rind in Armstorf“, abgerufen am 6.9.2016, hier der Link!

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