Bis zu 17 Wolfsrudel in der Schweiz?

Ungefähr 40 Wölfe sollen heute in der Schweiz leben, bis zu 17 Rudel könnten es künftig werden. So publizierte es der Verein Kora, der in der Schweiz das Monitoring von Großraubtieren im öffentlichen Auftrag durchführt, im Rahmen einer Studie vom März 2016. Die „Gruppe Wolf Schweiz“ reagiert auf ihrer Facebook-Seite nun auf einen aktuellen Zeitungsartikel dazu (Auszug *1): „…Die Studie hat untersucht, wie viele Wölfe es im Alpenraum braucht für die Überlebensfähigkeit der Population (125 Rudel) und wie viele davon die Schweiz beheimaten sollte – eben 17 Rudel. Fakt ist aber auch, dass die ökologische Kapazität für wesentlich mehr Rudel reichen würde, sowohl in der Schweiz als auch alpenweit. 17 Rudel sind damit eher der minimale Kompromiss zwischen dem Arterhalt und den gesellschaftlichen Ansprüchen.“

Aktuell werden erst drei Rudel in der Schweiz gezählt: Im Calanda-Massiv im Kanton Graubünden, im Valle Morobbia im Kanton Tessin und in der Augstbord-Region im Kanton Wallis.

Die Kora-Studie „WOLF IN THE ALPS“ aus dem Frühjahr 2016 sieht die Rückkehr der Wölfe jedoch in einem Spannungsfeld: Teile der Bevölkerung, Nutztierhalter und Jäger äußerten darüber Bedenken, während andere Bevölkerungsteile und insbesondere die Förster die Beutegreifer-Heimkehr ausdrücklich begrüßten.

Die Erläuterungen des Schweizer Radio und Fernsehen (SRF Online) dazu finden Sie hier! (*2)

Die vollständige englischsprachige Studie kann unter folgendem Link direkt von der Kora-Webseite heruntergeladen werden: Hier der Link! (*3)

Quellen:

(*1) Facebook, www.facebook.de, Gruppe Wolf Schweiz@WolfSchweiz, abgerufen am 12.9.2016, hier der Link!

(*2) Schweizer Radio und Fernsehen (SRF Online), www.srf.ch, Artikel vom 11.9.2016: „Schweiz hat Platz für 17 Wolfsrudel“, abgerufen am 12.9.2016, hier der Link!

(*3) KORA, http://www.kora.ch,  KORA-Bericht Nr. 72, (Eds) 2016, von Reinhard Schnidrig, Caroline Nienhuis, Regula Imhof, Roland Bürki, Urs Breitenmoser: „Wolf in the Alps: Recommendations for an internationally coordinated management, Muri bei Bern, © KORA, März 2016

 

Kommentar verfassen