„Lokale Großraubtier-Plattform“ als Pilotprojekt vom Europaparlament verabschiedet

„Europa muss man richtig machen!“ ist auf der Homepage des deutschen Landwirts und Europaabgeordneten Karl-Heinz-Florenz (MdEP) , der Präsident der Intergruppe Biodiversität, Jagd, ländliche Aktivitäten im Europaparlament ist, zu lesen, wenn man seine Internetseite www.karl-heinz-florenz.de öffnet.

Seit gestern (26.10.2016) ist dort außerdem zu lesen, dass er zusammen mit Dr. Peter Jahr, ebenfalls langjähriger CDU-Europaabgeordneter und Landwirt, im Rahmen eines Pilotprojekts Betroffene und Interessenträger, also Landwirte, Jäger, Natur- und Tierschützer, Behörden, Politiker und die Bevölkerung, mit Hilfe einer „lokalen Großraubtier-Plattform“ an einen Tisch bringen will.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

„Koexistenz von Menschen und Großraubtieren fördern“

Straßburg,
Europaparlament erteilt Zustimmung zum Pilotprojekt

„Gerade die Rückkehr des Wolfes polarisiert in Deutschland in den letzten Jahren sehr und macht Viehzüchtern das Leben schwer. Aber auch in vielen anderen EU-Ländern ist eine Zunahme des Großraubtierbestands zu verzeichnen, was sowohl positiv als auch negativ aufgenommen wird – Konflikte vorprogrammiert“, erklären Karl-Heinz Florenz und Dr. Peter Jahr, langjährige CDU-Europaabgeordnete und selbst Landwirte, was den Ausschlag für die Projektidee gab. 

Florenz, der zudem Präsident der Intergruppe Biodiversität, Jagd, ländliche Aktivitäten im Europaparlament ist, führt weiter aus: „Ich möchte daher alle Betroffenen und Interessenträger – Landwirte, Jäger, Natur- und Tierschützer, Behörden, Politiker und die Bevölkerung – im Rahmen einer lokalen Großraubtier-Plattform an einen Tisch bringen, um Lösungen passend für die Konfliktregion auszuarbeiten.

Dieses Modell, sollte es von Erfolg gekrönt sein, kann dann in anderen Regionen ebenfalls etabliert werden. Es soll die Koexistenz fördern, sodass wir vom Wolf lernen, aber der Wolf auch vom Menschen“. 

„Als langjährige Umwelt- und Agrarpolitiker ist es uns wichtig, dass wir Naturschutzanstrengungen wertschätzen, aber auch Landwirte und Viehzüchter nicht alleine lassen. Gerade sie sehen sich durch die Rückkehr des Wolfs in ihrer Existenz bedroht, daher muss ihre Arbeit für die Kulturlandschaften Europas gewürdigt und anerkannt werden.

Gerissene Tiere müssen entsprechend entschädigt werden. Die Plattform soll dem Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie der Ausarbeitung von Handlungsempfehlungen dienen, die lokale Konflikte zwischen den Beteiligten lösen sollen. Ökologische, ökonomische und soziale Faktoren sind dabei zu berücksichtigen“, geht es nach den Vorstellungen der beiden Europaabgeordneten. 

Die vom Europaparlament verabschiedeten Pilotprojekte müssen in den kommenden Wochen noch mit dem Ministerrat ausverhandelt werden. Der EU-Parlamentarier Florenz wird die Verhandlungen weiter begleiten und ist optimistisch, dass auch der Rat den Fördermitteln zustimmen wird.

Quelle: Karl-Heinz Florenz (MdEP), www.karl-heinz-florenz.de, Pressemitteilung vom 26.10.2016: „Koexistenz von Menschen und Großraubtieren fördern“, abgerufen am 27.10.2016, hier der Link!

Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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