Sachsen-Anhalt: Kritik an Isegrim zurückgespielt

„Stendal. Seit er da ist, steht Isegrim in der Kritik“, beginnt Kai Hasse von der „Allgemeine Zeitung“ einen Artikel, in dem er darlegt, dass die beiden Landespolitiker Detlef Radke und Guido Heuer den Rückkehrer Wolf für allerlei direkte und indirekte landwirtschaftliche Schäden in Sachsen-Anhalt verantwortlich machen.

Ihr Vorwurf: Sich ängstlich zusammenrottende Beutetiere des Wolfes verursachten große landwirtschaftliche Schäden.

Für Siegfried Holzinger, Sprecher der Jägerschaft Stendal, wäre es deshalb ein Ausweg, Wölfe zu schießen. (*1)

Klar, was sonst. „Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel“, wusste schon Psychotherapeut Paul Watzlawick.

Prof. Dr. Peter Schmiedtchen von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe kann am Ende die Kritik der beiden CDU-Politiker und des Jagdfunktionärs logisch entkräften und „den Ball zurückspielen“: Wenn Schäden auf dem Feld entstünden, liege das neben dem Zuviel an Nahrung auch daran, dass Jäger bei den hohen Wildbeständen ihre Abschusszahlen nicht mehr erfüllten.

Der renommierte Jäger und Wildbiologe Ulrich Wotschikowsky erklärte die Hintergründe zusammengerotteter Wildtierrudel bereits vor rund zwei Jahren auf seiner Webseite „Wolfsite“ ausführlich.

Seinen Artikel „Mythos Angstrudel“ finden Sie unter der Nutzung dieses Links!

P.S.: Schon die Einleitung von Kai Hasse „hinkt“ leider gewaltig. Denn seit er wieder da ist, steht Isegrim allenfalls bei den klassischen Interessensgruppen in der Kritik. Die deutliche Mehrheit der Deutschen, immerhin 80 Prozent, findet das gut!

Quellen:

(*1) Allgemeine Zeitung, www.az-online.de, Artikel von Kai Hasse am 12.11.2016: „CDU: Wild-Rotten zerstören durch den Wolf die Äcker – Wolfsschützer: Zu viel Futter auf Feldern“, abgerufen am 12.11.2016, hier der Link!

 (*2) Forum Isegrim, www.woelfeindeutschland.de, Ulrich Wotschikowsky am 24.10.2014: „Mythos Angstrudel“, abgerufen am 12.11.2016, hier der Link!

 

Kommentar verfassen