Verabschiedung einer „Dresdener Wolfsresolution“ durch CDU- und CSU-Politiker

Am 16. November tagten die umweltpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktionen von Bund und Ländern in Dresden. Zum Management des Wolfes in Deutschland wurde dort eine gemeinsame Resolution verabschiedet (die Pressemeldung der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages dazu im Wortlaut):

„Mehr Verantwortung von Bund und EU beim Wolf gefordert“ – CDU/CSU-Umweltpolitiker fordern bei Treffen in Dresden Regulierung der Wolfs-Population“

„Die umweltpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktionen von Bund und Ländern tagten in Dresden. Dabei ging es unter anderem um die Ausbreitung des Wolfes. Die Umweltpolitiker haben dazu eine Resolution verabschiedet.

Dazu sagt der Vorsitzender der Umweltpolitischen Sprecher der Unions-Fraktionen, Dieter Dombrowski aus Brandenburg: „Die Rückkehr des Wolfes ist das Ergebnis des Naturschutzes. Rudel breiten sich zunehmend und immer schneller in Deutschland aus. Deshalb dürfen die Menschen und besonders die Landwirte in den ländlichen Gebieten nicht länger allein gelassen werden. Der Schutz der Weidetiere mit Zäunen oder Hunden und der Schadensausgleich von Nutztierrissen sind nach wie vor wichtig. Aber bereits heute muss über eine Anpassung des europäischen Schutzstatus für die Wolfsvorkommen in Deutschland und eine künftige Regulierung der Population nachgedacht werden.“

„Besonders schnell und unbürokratisch muss dies bei verhaltensauffälligen Tieren möglich sein. Hierzu bedarf es praxistauglicher Regelungen im Wolfsmanagement der Länder und auch der Bund und die EU müssen sich stärker zu ihrer Verantwortung bekennen. Eine schwindende Akzeptanz schadet nicht nur dem Wolf, sondern auch der gesellschaftlich gewollte Artenschutz verliert das Vertrauen. Soweit darf es nicht kommen, denn Naturschutz funktioniert nur im einvernehmlichen Miteinander“, mahnt Dombrowski.

Der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages, Jan Hippold, sagt: „Die Ausbreitung des Wolfes schreitet rasant voran und in absehbarer Zeit wird faktisch der gesamte Freistaat Sachsen Wolfsregion sein. In Konsequenz bedeutet dies ganz konkret, dass die Zahl der nachweislich gerissenen Tiere des unter Artenschutz stehenden Raubtiers von 2002 bis 2015 von 33 auf 714 gestiegen – also um mehr als das 20-fache. Diese Situation ist nicht mehr allein mit Herdenschutz zu lösen.“

„Neben umfassender Unterstützung der Tierhalter durch den Freistaat ist aus unserer Sicht auch die Bundesregierung gefragt. Sie muss Gelder für den Herdenschutz zur Verfügung stellen. Außerdem müssen wir über die bisherigen Schutzmaßnahmen hinausgehen. Abschüsse von Wölfen, die ein atypisches Verhalten aufweisen oder sich innerhalb eingezäunter Weiden befinden, sollten ermöglicht werden. Eine aktive Populationsregulierung muss vor dem Hintergrund der positiven Populationsentwicklung enttabuisiert und in einem bestimmten Rahmen ermöglicht werden.“

Die Dresdner Resolution der umweltpolitischen Sprecher der Fraktionen von CDU und CSU in den Bundesländern „Praxistaugliches Wolfsmanagement in den Ländern und im Bund ermöglichen“ finden Sie hier.“

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