Bayern: Wolfsriss im Allgäu?

Der Bayerische Jagdverband forderte gestern, am 5. Dezember, anlässlich eines vermeintlichen Wolfsrisses südwestlich von Memmingen sowohl die Politik als auch die Gesellschaft im Rahmen einer Pressemitteilung dazu auf, Verantwortung zu übernehmen. (Die BJV-Pressemitteilung im Wortlaut):

„BJV fordert Politik und Gesellschaft auf, Verantwortung zu übernehmen“

„Memmingen / Feldkirchen, 05. Dezember 2016 – In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde süd-westlich von Memmingen ein Rotschmaltier in einem Gatter gerissen. Höchstwahrscheinlich handelt es sich hierbei um einen Wolfsriss. Um dies zu bestätigen, wurden DNA-Proben entnommen und an das LFU entsandt.

Da sich der Fall westlich der Bundesautobahn A 7 zugetragen hat, ist es eher unwahrscheinlich, dass es sich um das gleiche Tier wie im November handelt.

BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke, MdL a.D., fordert in diesen Zusammenanhang die Gesellschaft und die Politik auf, sich dem Thema Wolf offen und ganzheitlich zu stellen: „Auch wenn der Riss noch nicht eindeutig einem Wolf zuzuweisen ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß. Dies veranlasst uns Jäger als „Anwälte der Wildtiere“, die Gesellschaft und die Politik zu ermahnen, die Augen vor den auftretenden Problemen mit der Rückkehr des Wolfes nicht zu verschließen. Als Präsident des Bayerischen Jagdverbandes fordere ich alle Beteiligten auf, sich offen diesem Thema zu stellen. Tier- und Artenschutz ist unteilbar – und gilt auch für unsere heimischen Wildtiere.“

Der Bayerische Jagdverband erinnert bei aller Euphorie über die Rückkehr des Wolfes, auch an die Folgen zu denken und ein Wolfsmanagement für alle Betroffenen und mit allen Beteiligten zu erarbeiten. So sieht Präsident Vocke beispielsweise das Reviersystem in seiner Jahrhunderte langen Tradition gefährdet.

Der Bayerische Jagdverband wird in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Akademie für Jagd und Natur und der Wildland-Stiftung Bayern am 06. und 07. April 2017 in Freyung in seinem Symposium „Große Beutegreifer – Luchs und Wolf“ ein Wolfsmanagement wissenschaftlich beraten und diskutieren lassen.“

Susanne Schmid, BJV-Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Presse, Tel. 089-990 234 50, E-Mail: susanne.schmid@jagd-bayern.de


Quellen: Bayerischer Jagdverband, www.jagd-bayern.de, Pressemitteilung vom 5. Dezember 2016: „BJV fordert Politik und Gesellschaft auf, Verantwortung zu übernehmen“, abgerufen am 6.12.2016, hier der Link!

Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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