Sind Niedersachsens Nutztierhalter reif für den Psychologen?

Glaubt man dem niedersächsischen FDP-Abgeordneten Gero Hocker, offenbar ja. Nach Nutztierrissen! Aber damit nicht genug. Hocker forderte den niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel dazu auf, endlich zu erkennen, dass sich der Wolf durch Zäune nicht mehr aufhalten lasse. (*1)

Wenzel machte während der Landtagssitzung am 14. Dezember in Hannover allerdings deutlich, dass es in Deutschland bisher keinen Fall gebe, bei dem geeignete und richtig umgesetzte Herdenschutzmaßnahmen am Ende nicht ausreichten, um sogar wiederholte Nutztierübergriffe zu stoppen.

Das Wolfsmanagement befinde sich darüber hinaus in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

So meldete der NDR beispielsweise heute, dass das Niedersächsische Umweltministerium plane, die Wolfsschutz- Förderung für Weidetierhalter zu verdoppeln. Ein entsprechender Antrag soll noch in diesem Monat bei der EU-Kommission eingereicht werden. (*2)

Auch der Vorwurf Hockers, Wenzel habe kein Konzept, erweist sich offenbar als haltlos. Derzeit werde das Wolfskonzept in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Wolf fortgeschrieben, so der Umweltminister (Infos hier!).


Quelle:

(*1) Bundesumweltportal, www.bundesumweltportal.de, 15. Dezember 2016: „Gero Hocker: Herdenschutz gegen den Wolf – Maßnahmen der Landesregierung reichen nicht aus.“, abgerufen am 16.12.2016, hier der Link!

(*2) Norddeutscher Rundfunk (NDR), www.ndr.de, Artikel vom 16. Dezember 2016: „Wolfschutz: Land verdoppelt Förderung für Schäfer“, abgerufen am 16.12.2016, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

 

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