Sachsen-Anhalt: Jäger werfen Politikern und Naturschützern Planlosigkeit beim Wolf vor

„Die Jäger werfen Naturschützern und Politikern bei der Rückkehr des Wolfes Planlosigkeit vor“, heißt es heute auf „BerlinOnline“. So oder so ähnlich muss es offenbar der Geschäftsführer von Sachsen-Anhalts Jagdverband, Wilko Florstedt, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) geäußert haben.

Wie schön, so etwas aus dem berufenen Munde von jemandem zu hören, dessen Arbeitsschwerpunkt einerseits Abschusspläne sind und der andererseits selbst „im Glashaus“ sitzt.

Um Forderungen wie die von Florstedt nämlich überhaupt ernst nehmen zu können, wäre es im ersten Schritt schon einmal hilfreich, wenn derjenige, der Derartiges einfordert, selbst entsprechende Zahlen zumindest für die Wildtierarten, die in seinem eigenen Zuständigkeitsbereich liegen, nennen könnte.

Die Frage nach angemessenen Schalenwildbeständen, bzw. dessen Obergrenzen beispielsweise müsste Florstedt demnach für Sachsen-Anhalt „wie aus der Pistole geschossen“ beantworten können.

Wäre ja zumindest einmal ein glaubwürdiger Anfang! Ich befürchte allerdings, darauf können wir lange warten… .


P.S.: Fast alle notwendigen Rahmenkonzepte (zum Beispiel Wolfsmanagementpläne und einschlägige BfN-Skripten) liegen bereits vor, auch wenn einzelne Interessensvertreter etwas anderes behaupten. Wenn darin allerdings nicht tiefer auf die gewünschten Zielgrößen oder Obergrenzen eingegangen wurde, hat das vielleicht durchaus einen Grund.

Den kennt vermutlich jedoch nur, wer die Papiere auch tatsächlich gelesen hat…


Herzlichst

Ihr

Jürgen Vogler


Quelle: BerlinOnline, www.berlinonline.de, Beitrag vom 4.1.2017: „Jägerverband: Konzept bei Rückkehr des Wolfes fehlt“, abgerufen am 4.1.2017, hier der Link!

 

 

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