Minister Backhaus bemängelt „eklatantes Fehlverhalten“ von Nutztierhaltern

Der dienstälteste Landesminister Deutschlands, Dr. Till Backhaus (SPD), seit 1998 Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern, gilt weithin als besonnener Mensch und Politiker. Doch nun las er – laut eines NDR-Berichts – den Tierhaltern die Leviten:

In Mecklenburg-Vorpommern könnten sie sich laut Wolfsmanagementplan bis zu Dreiviertel der Kosten für den Herdenschutz erstatten lassen. Und dennoch gebe es zu wenige Anträge.

Außerdem sei in zwei aktuellen Fällen bei Ueckermünde und Malliß ein eklatantes Fehlverhalten der Tierhalter festzustellen. In einem Fall wurden zehn Gehegehirsche gerissen, in Malliß waren es mehrere Schafe.

In beiden Fällen seien die Tiere nicht ordnungsgemäß geschützt gewesen, so Backhaus. In Malliß sei überhaupt kein Schutz vorhanden gewesen, dort müsse sogar grundsätzlich die Betreuung der Tiere hinterfragt werden.

Somit sei es wahrscheinlich, dass es in beiden Fällen auch keinen Schadensausgleich für die Verluste geben werde, so Backhaus.

Außerdem widersprach der Minister der von einigen Interessensverbänden geäußerten Behauptung, die Zahl der Wolfs-Attacken sei gestiegen. Man bewege sich auf Vorjahresniveau.

„Der Mensch und auch die Landwirtschaft müssen lernen, mit dem Wolf zu leben, das ist ein Prozess“, so der Minister.

Den vollständigen NDR-Artikel können Sie unter Nutzung dieses Links einsehen!


Quelle:  Norddeutscher Rundfunk (NDR), Beitrag von Stefan Ludmann, NDR 1 Radio MV, am 3.1.2017: „Tierhalter wollen Problem-Wölfe loswerden“, abgerufen am 5.1.2017, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com


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