Pumpak-Petition im Netz läuft schnurstracks auf die 100.000 èr Marke zu

In Sachsen merken einige Verantwortliche offenbar gerade, dass man schon ein sehr dickes Fell haben muss, sobald man einem streng geschützten Wildtier und insbesondere einem Wolf an den Pelz will.

So echauffierte sich beispielsweise der Görlitzer Landrat Bernd Lange gegenüber dem MDR, dass es Zeitgenossen gebe, die ihren Unmut über die Abschussverfügung mit Drohungen und massiven Beleidigungen kundtäten. Vor dem Hintergrund von Unwissenheit und Unsachlichkeit selbstverständlich. (*1)

Kein Wort von ihm jedoch darüber, dass die Entscheidung „seines“ Landratsamtes vielleicht falsch oder auch nur fehlerhaft gewesen sein könnte.

Das allerdings unterstellen dem Görlitzer Landratsamt viele große und kleine Umwelt-, Natur-, Tier- und Wolfsschutzvereine und -verbände.

Und wenn dann auch noch ein Sprecher des zuständigen Ministeriums gegenüber der Presse äußert, dass man im Ministerium den Widerstand gegen die Wolfstötung im Verhältnis zur Einwohnerzahl für gering halte und überdies auch noch bemängelt, dass viele E-Mail-Beschwerdeführer auf die gleiche Textvorlage aus dem „Netz“ zurückgegriffen hätten – vermutlich auch, weil einige von ihnen sich grundsätzlich eher schwer damit tun, selbst etwas zu Papier zu bringen, sich aber trotzdem über die Abschussverfügung entrüsteten – dann darf man sich am Ende nicht wundern, wenn eine der Reaktionen im Netz darauf möglicherweise die ist, als „arrogant“ bezeichnet zu werden. (*2)

Ich glaube, dass so manches „herkömmliches Medium“ wie auch manche öffentliche Institution die Dynamik des „Netzes“ immer noch weit unterschätzt.

Allein onlinegestützte Protestorganisationen wie beispielsweise „Campact“ mit allein über 1,8 Millionen Unterstützern schaffen es heute, Hunderttausende in Deutschland zur Demonstration auf die Straßen zu bringen, siehe beispielsweise TTIP in Berlin (hier!).

Dem aktuellen Präsidenten der Vereinigten Staaten kann man auch eine Menge vorwerfen, allerdings nicht, die neuen technischen Möglichkeiten falsch eingeschätzt zu haben. Nicht zuletzt aus diesem Grund darf er jetzt regieren.

Derartige Kompetenzen werden – auch in der Politik – offenkundig immer mehr zur Schlüsselkompetenz. Wir wissen heute, damit lassen sich sogar Wahlen gewinnen. Sie falsch einzuschätzen, muss man sich deshalb erst einmal „leisten“ können… .

Die Pumpak-Petition im Netz läuft aktuell schnurstracks auf die 100.000 èr Marke zu (hier!*4).

Und jetzt habe ich auch noch ein Youtube-Video dazu gefunden. Auf der Seite der Tierschutzpartei Ethia. (*4)

Hier geht’s zum Video!

Quellen:

(*1) MDR, www.mdr.de, Artikel vom 4.2.2017: „Kuchenliebhaber Wolf „Pumpak“ soll nicht sterben“ abgerufen am 4.2.2017, hier der Link!

(*2) Quelle: Lausitzer Rundschau, www.lr-online.de, Beitrag vom  2.2.2017: „Nicht jeder darf auf Wolfsjagd gehen“, abgerufen am 4.2.2017, hier der Link!

(*3) Change.org, www.change.org, Petition: „Wolf Pumpak muss weiterleben“, Initiatorin Brigitte Sommer, abgerufen am 4.2.2017, hier der Link!

(*4) ETHIA, Beitrag von Jürgen Brings (Youtube-Name: „unlimitetsongs1“), eingestellt am 27. Januar um 20:52 Uhr, abgerufen am 4.2.2017

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