Wolfsfreie Regionen: Von der Wildtier- zur Zoohaltung?

Immer wieder mal steht die Forderung im politischen Raum, man möge in Deutschland „wolfsfreie Regionen, bzw. Zonen“ einrichten oder Wölfen die Anwesenheit ausschließlich auf den dafür offensichtlich besonders geeigneten Truppenübungsplätzen erlauben.

Nun widerlegte „ausgerechnet“ ein Politiker, ich schreibe das mit einem Schmunzeln und einem Augenzwinkern, kürzlich diesen Gedanken. Und zwar in einer Rede, in der er auf eine Petition einer Pferdezüchterin aus dem Landkreis Diepholz zum Thema Wolf reagierte. Ich spreche von dem niedersächsischen Landtagsabgeordneten Hans-Joachim Janßen.

Zitat:

…„Wollte man also den Landkreis Diepholz zur wolfsfreien Region erklären, müsste diese Zielsetzung auch für nahezu alle anderen Regionen Niedersachsens gelten. Die Folge wäre schlicht: In Niedersachsen hat der Wolf keinen Lebensraum und kein Lebensrecht.

Jedenfalls nicht außerhalb von eingezäunten Truppenübungsplätzen, in denen man dann regelmäßig Wölfe schießen müsste, da ein normales Abwanderungsverhalten nicht mehr möglich wäre.

Vom Wildtier zur Zoohaltung. Artenschutzrechtlich ist das nicht zulässig, weil sich Europa, weil sich diese Bundesrepublik dazu entschieden hat, dass heimische Tierarten ein Existenzrecht in Natur und Landschaft haben, in Freiheit.

Das gilt auch für den Wolf.

Die Konsequenz der Petition wäre: Artenschutz mögen andere betreiben – wir in Niedersachsen jedenfalls nicht. Was das dann für den Artenschutz weltweit bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen.“…


Quelle: Bündnis90/ Die Grünen im Landtag Niedersachsen, www.fraktion.gruene-niedersachsen.de, Landtag aktuell, „Rede Hans-Joachim Janßen: Petition zum Thema Wolf“, Datum 2.2.2017, abgerufen am 14.2.2017, hier der Link!

Kommentar verfassen