Wolfspopulation im westlichen Polen wächst weiter

Die polnische Naturschutzorganisation „Association for Nature Wolf“, die in Polen das Wolfsmonitoring durchführt, vermeldet zum Ende des Monitoringjahres 2014/15 einen leichten Anstieg der westlichen Wolfspopulation um zwei Wolfsrudel auf nunmehr 33 Rudel und vier Wolfspaare. Ungefähr 80 % dieser Rudel konnten sich im letzten Jahr erfolgreich fortpflanzen. Eine große Gefahr für den Wolfsbestand ginge jedoch immer noch von illegalen Abschüssen und dem Straßenverkehr aus.

Immer noch sei außerdem unklar, wie viele Wolfsterritorien sich grenzübergreifend sowohl auf deutscher als auch auf polnischer Seite befänden, was Doppelzählungen zur Folge haben könne.

Mehrere „deutsche“ Wölfe bewegten sich in Richtung Polen, um dort eigene Rudel zu gründen. Das Kontaktbüro der Wolfsregion Lausitz auf deutscher Seite vermeldete bereits im Juni, dass zwei sächsische Rudel dort nicht mehr existierten: das Kollmer- und das Hohwald-Rudel (hier der Link).

Die westliche Wolfspopulation in Polen begründet gemeinsam mit den „deutschen Wölfen“ die „zentraleuropäische Tieflandpopulation“ (ZEP), mitunter auch unter dem Begriff „mitteleuropäische Flachlandpopulation“ bekannt. Die deutschen Monitoringergebnisse für das Wolfsjahr 2014/15, das am 30. April endete, liegen üblicherweise erst im Spätsommer vor und werden für den September erwartet. Erst dann lassen sich quantitative Aussagen über die Gesamtpopulation treffen.


Die gemeinsame Pressemeldung der beiden Naturschutzorganisationen EuroNatur und IFAW vom 15. Juli finden sie hier!


Herzlichst
Ihr
Jürgen Vogler

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