Zaunbauaktion von „WikiWolves“ und dem „Freundeskreis freilebender Wölfe e.V.“ bei Celle

Auf seiner Webseite berichtet der Freundeskreis freilebender Wölfe von einer gemeinsamen Zaunbauaktion mit freiwilligen Helfern der Initiative WikiWolves Anfang April in Lachendorf bei Celle (im Wortlaut):

„Hammer, Nägel, Krampen und ein Trecker, der Pfähle in den Moorboden drückt. Viele fleißige Hände, die nichts kosten, aber ein gemeinsames Ziel haben: 16 ha sollen in zwei Tagen wolfssicher eingezäunt werden. Dafür haben sich Diethelm Lilje und Ralf Hentschel zusammengetan.


Lilje ist Geschäftsführer der Gallowayhof UG, einem Biobetrieb zu naturgemäßer Weidetierhaltung. Er hat im Naturschutzgebiet vom Landkreis Celle eine seit längerer Zeit brachliegende Moorweide gepachtet.


Zwanzig Galloway-Jungbullen sollen die Fläche vor Verbuschung durch Traubenkirsche schützen und dabei in drei Jahren zu Schlachtreife kommen. „Das ist ein Deal zu beiderseitigem Vorteil“ sagt der smarte Biobauer und rechnet vor, dass Naturschutz, Tierschutz und profitable Tierhaltung durchaus miteinander vereinbar sind.


Sein Konzept klingt glaubhaft und hat auch Ralf Hentschel überzeugt. Er ist Vorsitzender des Vereins Freundeskreis freilebender Wölfe e.V.. Ein Verein mit immerhin 308 Mitgliedern, der länderübergreifend Bauern und Schäfern hilft, ihre Tiere gegen den Wolf zu schützen.


„Wir beraten zum Thema Herdenschutz durch Zaunbau und Hunde. Nicht nur theoretisch, wir helfen aktiv mit. Unsere Arbeit kostet nichts, außer guter Verpflegung vor Ort“, erklärt Wolfsberater Hentschel.


Diese Forderung kann Bauer Lilie bestens erfüllen. Er hat einen mobilen Grill mitgebracht, auf dem köstliche Bratwürste brutzeln. Natürlich aus seiner Spezialität: aus gesundem Biofleisch von artgerecht gehaltenen Galloways.

Den Originalbericht mit zahlreichen Fotos finden Sie hier!

Quelle: Freundeskreis freilebender Wölfe, www.lausitz-wolf.de, Artikel vom 24.4.2017: „Bauern und Wolfsfreunde handeln gemeinsam“, abgerufen am 24. April 2017

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