Kein „Selbstreinigungs-Mechanismus“ bei Wölfen?

Auf der Mitgliederversammlung der Jäger in der emsländischen Ortschaft Spelle äußerte sich der Präsident der Landesjägerschaft, Helmut Dammann-Tamke, auch zur Situation der Wölfe in Niedersachsen. Die NOZ zitiert den Jagdfunktionär diesbezüglich wie folgt:

„Die Wolfspopulation wachse sehr stark an. Es werde keinen Selbstreinigungsmechanismus geben. „Wenn der Wolf in der freien Wildbahn keine Nahrung mehr findet, wechselt er zu Schafen und Rindern bis hin zu Fohlen.“

Dazu sei kurz ergänzt: „Sehr stark“ ist bezüglich des Wachstums der Wolfspopulation eine rein subjektive Beurteilung.

Und natürlich, es gibt ihn, den „Selbstreinigungsmechanismus“. Ansonsten läge die jährliche Zuwachsrate der Wölfe bei weit über 200%. Allerdings dürften nicht wenige Leser die Verwendung des Begriffs „Selbstreinigungsmechanismus“ entlarvend finden.

Und zuletzt: Wölfe „wechseln“ manchmal sogar zu Nutztieren als Beute, wenn sie in der freien Wildbahn mehr als ausreichend Nahrung finden. Nämlich dann, wenn der Herdenschutz ungenügend ist.

Was genau wollte der Jägerpräsident den Teilnehmern in Spelle nun eigentlich mitteilen?


Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, www.noz.de, Artikel von Heinz Krüssel am 6.5.2017,Jäger bekennen sich in Spelle zur Artenvielfalt, abgerufen am 7.5.2017, hier der Link!

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