Emsland wieder Wolfsland

Er war offenbar nie so ganz verschwunden, der Wolf im Emsland. Nachdem im Jahr 2013 eine Wolfsfähe auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienstelle 91 (WTD 91) in Meppen, einem Militärgelände, das mit einer Fläche von rund 200 Quadratkilometern den größten instrumentierten Schießplatz Westeuropas darstellt, von einer Fotofalle fotografiert und ein Jahr später eine weitere Fähe im südlichen Emsland nachgewiesen wurde, sorgte Wanderwolf „Kurt“, der Wurfbruder des später getöteten Wolfes „Kurti“ (MT6), im März 2015 für Aufsehen in dem niedersächsischen Landkreis, als er auf seinen Abstecher in die Niederlande die Region zwischen Lingen und Meppen durchquerte.

Danach fehlte für längere Zeit jede Spur von Wölfen. Einzelne Einheimische wollten zwar zwischenzeitlich Wölfe in so manchen „Ecken“ des Emslandes gesehen haben, einige sogar gleich mehrere gleichzeitig, für einen Nachweis im Sinne der offiziellen Monitoring-Standards reichte es jedoch nicht.

Und so rutschte der Landstrich südlich von Ostfriesland, einst offiziell Territorium einer „residenten Einzelwölfin“, wieder ins „wölfische Niemandsland“ ab.

Kürzlich jedoch, im April 2017, wurde in der emsländischen Gemeinde Werpeloh – unweit der WTD 91 – erneut ein Wolf anhand einer Fotofallenaufnahme nachgewiesen. Das Geschlecht und die Herkunft des Wolfes sind bisher unbekannt.

Das Emsland war in den letzten Jahren wohl nie so ganz wolfsfrei, nun aber ist es offiziell wieder Wolfsland!


Quelle: Wildtiermanagement Niedersachsen, www.wildtiermanagement.com, abgerufen am 15.5.2017, hier der Link!

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