Niedersachsens Streit um Wölfe: Bund soll aufklären…

Laut einer Zeitungsmeldung in der Rubrik „Nordwest“ der heutigen Ausgabe der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) will der niedersächsische Landtag am 28. August „die Expertise des Bundesumweltministeriums einholen.“

Der mit Ablauf der Legislaturperiode aus dem Landtag scheidende CDU-Abgeordnete Ernst-Ingolf Angermann beantragte dies im Umweltausschuss, weil er vom Bund wissen will, „warum Sachsen den streng geschützten Wolf ins dortige Jagdrecht aufgenommen hat, dies in Niedersachsen aber illegal sein soll.“

Außerdem gehe es um die Frage, ab wann der Bund die hiesige Wolfspopulation als nicht mehr gefährdet ansehe und damit den Schutzstatus senke.

Der Landtag – so schreibt NOZ-Redakteur Klaus Wieschemeyer – streite bereits seit Monaten um den Wolf. CDU und FDP seien „für die vorsorgliche Aufnahme des Tieres ins Jagdgesetz und mehr Abschüsse von Problemtieren“.

Hans-Joachim Janßen, Abgeordneter der Grünen, warf der Opposition und dem CDU-Fraktionschef Björn Thümler, der in Herdenschutzhunden wegen ihres aggressiven Verhaltens gegenüber Touristen keine Lösung sieht, Populismus vor.

Der SPD-Abgeordnete Marcus Bosse lehnte eine Gesetzesverschärfung ab. Mit Blick auf den 2016 in Niedersachsen erschossenen Wolf „Kurti“ stellte er fest: „Die Entnahme eines auffälligen Tieres ist schon jetzt möglich“.


Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), www.noz.de, Artikel in der Rubrik Nordwest von Klaus Wieschemeyer am 30.5.2017: „Berlin soll im Krach um Wölfe aufklären“, abgerufen am 30.5.2017

Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

Kommentar verfassen