Merkel besucht Berliner Bären

Sympathiepunkte – das scheint etwas zu sein, was sich mit streng geschützten, weil vom Aussterben bedrohten Pandabären sehr gut einwerben und politisch verwerten lässt. Zumindest könnte man das vermuten, wenn man sich die heutige „Aufwartung“ der Bundeskanzlerin im Zoo Berlin so ansieht. (*1)

Selbst wenn in diesem Zusammenhang von einem „Zeichen deutsch-chinesischer Diplomatie“ die Rede ist, obwohl die auf 15 Jahre befristete „Pandaleihe“ jährlich mit etwa rund 1 Million EUR zu Buche schlägt (die zehn Millionen Euro für den Neubau des Geheges und den Unterhalt der Tiere – sie fressen etwa 18 Kilogramm Bambus täglich – noch nicht mitgerechnet): So manch einer wird sich die Augen reiben bei so viel medialer Diplomatie in der Politik (…haben wir eigentlich schon wieder Wahlkampf?).

„China habe zuletzt viel getan, um sein Naturerbe zu erhalten“, soll die Kanzlerin heute gesagt haben.

Offenbar ist das mit dem Einwerben von politischen Sympathiepunkten mit Hilfe geschützter Tierarten im eigenen Land jedoch nicht so einfach.

Mit dem freilebenden und streng geschützten deutschen Symboltier, dem Wolf (der zum deutschen Naturerbe gehört), tun sich viele Politiker in diesem Land offensichtlich wesentlich schwerer…


PS: „Wie man andere in Widersprüche verwickelt? Einfach ausreden lassen.“

Alexander Eilers (*1976)


Quelle: (*1) Spiegel Online, www.spiegel.de am 5.7.2017: „Merkel stellt Pandapaar vor „Zwei sehr sympathische Diplomaten“, abgerufen am 5.7.2017, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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