Herdenschutzhunde gehören zum Schäfer wie die Kaminkehrerbürste zum Schornsteinfeger

In der Sächsischen Zeitung (SZ-Online) wird aktuell vom Schäfer Uwe Wiedmer in Kaltwasser berichtet, der offenbar zum wiederholten Mal einen Nutztierübergriff zu verzeichnen hatte. Vermutlich – das werden die weiteren Untersuchungen allerdings erst zeigen – von einem oder sogar mehreren Wölfen. (*1) 

Die Zeitung gibt dem Schäfer breiten Raum, seinen Unmut kund zu tun und alle gängigen und andernorts durchaus erfolgreichen Herdenschutzmaßnahmen (insbesondere Herdenschutzhunde) als untauglich zu verunglimpfen. Was beispielsweise dazu führt, dass er den Herden- „grundschutz“ als nicht funktionierenden -„vollschutz“ zu verkaufen versucht (…oder irrtümlicherweise verwechselt?!).

Er (oder die SZ-Online) verschweigt dabei allerdings, dass der entsprechende Zaun in diesem Fall an einer Stelle defekt war (…das ist erst einer anderen Quelle zu entnehmen, in der sogar der Schäfer mit den Worten zitiert wird: „Man fühlt sich, zu Deutsch gesagt, in den Arsch getreten“… ).

Die kaputte Stelle – dort soll das Elektrokabel am Boden gelegen haben – war dann offenbar auch genau der Ort, an dem der „Übeltäter“ durch den Zaun gekrochen ist.

In der Sächsischen Zeitung ist davon nichts zu lesen. Deshalb fühlen wir uns als Leser von ihr – gelinde gesagt – verschaukelt.

Oder wie der Schäfer selbst sagte? …“Man fühlt sich, zu Deutsch gesagt, in den…“.


Quelle: SZ-Online am 20.7.2017: „Schutzlos trotz Zaun“, abgerufen am 20.7.2017

Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

 

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