Da passt offensichtlich etwas nicht so ganz zusammen…

Angeblich verliert der sächsische Mutterkuhhalter Frank Groba jährlich zehn bis zwölf Tiere an den Wolf. In diesem Jahr sollen die Verluste nochmals stark zugenommen haben. Entschädigungen fordert er laut „top agrar“ (*1) jedoch häufig nicht ein. Offenbar wegen des Bürokratieaufwands.

Die sächsische Gesamtbilanz der an das Wolfsmanagement gemeldeten Schäden an Nutztieren in Sachsen 2017 spricht allerdings bisher (Stand 26.7.) „nur“ von insgesamt 33 getöteten, einem verletzten und sieben vermissten Tieren. (*2) In ganz Sachsen. Bei bisher in diesem Jahr 15 nachgewiesenen Wolfsrudeln (nach 19 Rudeln im Vorjahr).

Man darf deshalb gespannt darauf sein, zu welcher grundsätzlichen Lageeinschätzung Groba in der „druckfrischen top agrar-Ausgabe 08/2017“ kommt, ob seine Nutztierverluste in der offiziellen Statistik enthalten sind, wie er seine Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Stellen bewertet und welche Herdenschutzmaßnahmen er anwendet.

Kurzum, ob er am Ende wirklich einen weiterführenden Beitrag zur aktuellen Diskussion leisten kann, oder ob das Ganze zur Wahlkampfrhetorik eines einschlägigen Magazins degeneriert.

Das sächsische Wolfsmanagement genießt übrigens sogar international einen hervorragenden Ruf…


Quellen:

(*1) TopAgrar, www.topagrar.com am 28.7.2017 von Hinrich Neumann: „Die Risse nehmen zu“, abgerufen am 29.7.2017, hier der Link!

(*2) Kontaktbüro Wölfe in Sachsen, www.wolf-sachsen.de, Schadenstatistik Sachsen: „Aktuelle Übersicht der an das Wolfsmanagement gemeldeten Schäden an Nutztieren in Sachsen 2017 und 2016“ abgerufen am 29.7.2017, hier der Link!

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