Verwirrend? – „Wolfsexperte“ ohne Zuständigkeit…

Regelmäßige Wolfsmonitor-Leserinnen und Leser haben sich sicherlich schon daran gewöhnt, dass sich diese Webseite bei der Veröffentlichung von Spekulationen über vermeintliche Wolfsübergriffe auf Nutztiere zunehmend zurückhält. Zu oft stellt sich später heraus, dass nichts an den Vermutungen dran war. Nachfolgender Vorfall beinhaltet allerdings eine gewisse „Tragik“. Der Knoblaucher Landwirt Achim Meinecke zog bei einem vermeintlichen Wolfsriss Carsten Czeski vom Jagdverband Rathenow hinzu.

Carsten Czeski ist seit etwa einem Monat „Wolfskundiger“ in Brandenburg (Wolfsmonitor berichtete, hier!)

Der kundige „Wolfsexperte“ vom Jagdverband stellte vor Ort allerdings fest, dass er bei Nutztierrissen (anders als bei Wildtierrissen) gar nicht zuständig ist und verwies den Landwirt deshalb an den für diese Fälle zuständigen „Wolfsbeauftragten“ Kay-Uwe Hartleb.

Der wiederum musste dem Landwirt leider mitteilen, dass es für ein Gutachten so lange nach dem Vorkommnis bereits zu spät sei.

Was zeigt dieses „Best-Practice“- Beispiel nun eigentlich? Zu viele „Köche“…?

Für den konkreten Fall ist eine Antwort auf diese Frage unerheblich, da der Landwirt sowieso keine Entschädigung erhält.

Seine Wiese war nicht „wolfssicher“ gezäunt.


Quelle: Märkische Allgemeine, www.maz-online.de, Artikel: „Wolfsverdacht: Ein Kalb und zwei Rehe gerissen“ vom 7.8.2017, abgerufen am 7.8.2017, hier der Link!

Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

(Anmerkung: Für die Richtigkeit der Angaben und Inhalte der verlinkten Webseiten wird keinerlei Gewähr übernommen)

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