Bauernverband: Ablenkungsmanöver auf Kosten der Wölfe?

Der Bauernverband in Mecklenburg-Vorpommern, genauer dessen Präsident Detlef Kurreck, äußerte am Dienstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Neubrandenburg, dass seiner Einschätzung nach „eine Linie überschritten“ sei, nachdem es zuletzt zu mutmaßlichen Wolfsübergiffen auf drei Jungrinder und Kälber kam.

Wolfsfreunde allerdings glauben, dass einige Bauernverbands- Funktionäre mit ihren wolfsfeindlichen Äußerungen zunehmend selbst gewisse Linien überschreiten.

Sie halten dieses wolfsfeindliche Herumgejammer für den (billigen) Versuch, sich der Verantwortung zum wirksamen Herdenschutz schlichtweg entziehen zu wollen. Also für ein gezieltes Ablenkungsmanöver.

Es gibt – entgegen den Behauptungen Kurreks – übrigens keine seriösen Hinweise darauf, dass Wölfe ihre Scheu vor Menschen tatsächlich verloren hätten.

Über die eher merkwürdige Anmerkung des Präsidenten, Wölfe hätten ihre Scheu vor Nutztieren verloren, muss an dieser Stelle kein weiteres Wort verloren werden.

Die Antwort auf Kurreks Statement muss deshalb lauten: Ohne angemessenen Herdenschutz keine Linie, über die diskutiert werden muss.

Kurreks Aufruf zum Handeln kann deshalb nur heißen: Herdenschutz herstellen!


Quelle:  Ostsee-Zeitung, www.ostsee-zeitung.de, Artikel: „Bauern fordern Einsatz von Jägern gegen Wölfe“ vom 15.8.2017, abgerufen am 15.8.2017, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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