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Acht Verbände fordern nationales Zentrum für Herdenschutz

Acht Verbände, der Bundesverband Berufsschäfer, der Deutsche Tierschutzbund, die Umweltverbände NABU, IFAW, WWF und BUND sowie der Deutsche Grünlandverband und der Ökologische Jagdverband veröffentlichten gestern in Berlin eine gemeinsame Stellungnahme zu Wolf und Weidetierhaltung. Nicht dabei: Der Deutsche Jagdverband und der Deutsche Bauernverband. Die also, die in Punkto Wolf zuletzt häufig den „Rückspiegel“ zur Beurteilung der Situation wählten und die „Regulierung“ sowie die Übernahme des Wolfes ins Jagdrecht forderten. Das Ergebnis sorgt dennoch für Aufsehen. Sogar im Ausland berichtet man bereits darüber, dass die „Deutschen sich bei Weidetieren und Wölfen geeinigt hätten.“ (1) (Die gemeinsame Pressemeldung der Verbände im Wortlaut (2):

Schildbürger im „Wolf-Streifgebiet“

„Meist sind es irgendwelche Scharlatane, die Ängste schüren wollen“, kommentiert Hans-Joachim Wersin-Sielaff, Sprecher des brandenburgischen Landwirtschaftsministeriums, das Schild mit der Aufschrift „Achtung! Wolf-Streifgebiet – Jäger empfehlen, Hunde anleinen und Kinder beaufsichtigen – Die Jägerschaft“, das Michael Ullerich anfertigen ließ und am Rande der brandenburgischen Ortschaft Krahne anbrachte.

Ullerich dazu: Es gebe in seinem Jagdrevier Wölfe. Ein Kind könne denken, das seien junge Hunde und möchte sie vielleicht streicheln. „Dann kommt das Muttertier und beißt das Kind oder tötet es“, sagt der Brandenburger, der in Krahne Jagdpächter ist.