{"id":1222,"date":"2015-09-17T09:27:42","date_gmt":"2015-09-17T07:27:42","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfsmonitor.de\/?p=1222"},"modified":"2018-05-05T14:05:47","modified_gmt":"2018-05-05T12:05:47","slug":"gastbeitrag-von-dr-hannelore-gilsenbach-schriftstellerin-biologin-und-saengerin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/?p=1222","title":{"rendered":"Gastbeitrag von Dr. Hannelore Gilsenbach (Schriftstellerin, Biologin und S\u00e4ngerin)"},"content":{"rendered":"<h1><\/h1>\n<h1><strong>&#8222;Wolfserwartungsland&#8220;<\/strong><\/h1>\n<hr \/>\n<h5><strong>Sie sind l\u00e4ngst da, die \u201eGraur\u00f6cke\u201c. Doch sie werden sich weiter ausbreiten. Mit welchen Folgen?<\/strong><\/h5>\n<hr \/>\n<p>Immer wieder nachts heulen meine Hunde. Sie antworten. Irgendwo in den W\u00e4ldern bei Chorin ruft einer ihrer Stammv\u00e4ter. \u201eIch mag W\u00f6lfe\u201c, sagt meine zehnj\u00e4hrige Enkeltochter, \u201eohne sie h\u00e4tten wir keine Hunde.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>Der Europ\u00e4ische Grauwolf, er kehrt zur\u00fcck in seine alte Heimat; beh\u00fctet von EU- und deutschem Recht, von Kommissionen, Verordnungen, Richtlinien, Fachkonzepten und Leitf\u00e4den. Von Verb\u00e4nden, Stiftungen, Beh\u00f6rden, Fachb\u00fcros, Ehren\u00e4mtlern und staatlich Beauftragten, die sich selbst Monitorer und Manager nennen und eingeweiht sind in n\u00f6tige \u201eInformations- und Handlungsketten\u201c \u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Seit 2000 kehrt er zur\u00fcck. Aus Polen westw\u00e4rts. 150 Jahre nach seiner Ausrottung.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Projekt Wolf; Gro\u00dfraubtier Wolf. Risiken und Nebenwirkungen? Wolfspolitik ist Staatspolitik, L\u00e4ndersache. Die Regierungen bem\u00fchen sich um Transparenz, ver\u00f6ffentlichen Wissenswertes \u00fcber den Beutegreifer auf ihren Internetseiten: Nachweise, Nachrichten, Probleme, Wolfs-Managementpl\u00e4ne \u2026 Und sie verschicken Aufkl\u00e4rungsmaterial. \u201eW\u00f6lfe in Brandenburg \u2013 Eine Spurensuche im m\u00e4rkischen Sand\u201c, titelt das Potsdamer Ministerium f\u00fcr Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz 2013. Darin die damalige Ministerin Anita Tack: \u201eWir sollten der Entwicklung mit gro\u00dfer Gelassenheit entgegensehen.\u201c Den \u201efaszinierenden Gesch\u00f6pfen\u201c, dem \u201escheuen Isegrim\u201c\u2026 \u2013 die Brosch\u00fcre ger\u00e4t ins Schw\u00e4rmen. \u201eAngesichts des Wildreichtums hiesiger Landschaften <!--more-->ist die Nahrungsbasis f\u00fcr W\u00f6lfe gesichert.\u201c Keine Gebietsbeschr\u00e4nkung, kein Zielbestand.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Renommierte Wildtier\u00f6kologen warnen dagegen. So Christoph Stubbe (2008): Der Wolf k\u00f6nne nicht \u00fcberall im dicht besiedelten Deutschland leben. Es m\u00fcssten Wolfsgebiete ausgeschieden werden. Dort seien die Hauptbeutetiere auf hohem Niveau zu halten. Es n\u00fctze kein Wolfsmanagement, man brauche ein Wildtiermanangement in den Wolfsgebieten. Der Wolf geh\u00f6re ins Jagdrecht, als ganzj\u00e4hrig gesch\u00fctzte Art. \u00c4hnlich die Empfehlungen von Michael Stubbe im \u201ePositionspapier der Gesellschaft f\u00fcr Wildtier- und Jagdforschung zum Wolf\u201c, 2014. Erforderlich sei ein wissenschaftlich begr\u00fcndetes Konzept zur Bestandsregulierung. Die Art sei in ihrer Existenz heute nicht gef\u00e4hrdet. Das Fazit wildtier\u00f6kologischer Bedenken: W\u00f6lfe m\u00fcssen ihre Scheu behalten. Sonst wandern sie in die N\u00e4he der Siedlungen, rei\u00dfen Weidevieh und andere Haustiere und werden zur Gefahr f\u00fcr Menschen.<\/p>\n<hr \/>\n<h4>Wolfspolitik contra Wissenschaft? Warum?<\/h4>\n<hr \/>\n<p>Die Spurensuche f\u00fchrt ins Jahr 1985. Damals unterzeichnete Kanzler Kohl f\u00fcr die BRD die \u201eBerner Konvention zum Erhalt der europ\u00e4ischen wild lebenden Pflanzen und Tiere und ihrer nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume\u201c. Anhang II listet die streng gesch\u00fctzten Tierarten auf, darunter den Wolf: nicht st\u00f6ren, nicht fangen, nicht t\u00f6ten. Mit dem Beitritt galt dies auch f\u00fcr das DDR-Gebiet (wo W\u00f6lfe geschossen wurden). Etliche L\u00e4nder hatten den Wolf bereits auf ihrem Territorium als sie der Konvention beitraten, z. B. die drei baltischen Staaten. Sie handelten f\u00fcr ihn einen geringeren Schutzgrad aus \u2013 Anhang V, gesch\u00fctzt, aber regulierbar. Deutschland besa\u00df noch keine Erfahrung mit dem Raubtier. Es blieb bei Anhang II. Der Wolf im Naturschutzrecht. Keine Wolfsgebiete, kein Zielbestand, keine Regulation. Freies Land f\u00fcr freie W\u00f6lfe.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Naturschutzorganisationen wie WWF und NABU tragen den Wolf im Programm, sammeln Spenden, werben \u201eWolf-Paten\u201c und \u201eSchutzengel f\u00fcr die W\u00f6lfe\u201c (15 Euro pro Monat). Rund 500 \u201eNABU-Wolfsbotschafter\u201c sind unterwegs.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Versuch einer Bilanz. Wir stehen im f\u00fcnfzehnten Jahr; anderthalb Wolfsgenerationen. Etwa 300 Tiere deutschlandweit. Der Jahresnachwuchs an Welpen (30 bis 40%) kommt hinzu.<\/p>\n<hr \/>\n<p>\u201eIsegrim\u201c f\u00fcrchte sich vor Menschen, so beruhigen Wolfs-Experten; wer einen Wolf dennoch zu Gesicht bekomme, m\u00f6ge den Anblick genie\u00dfen. Doch diese These demontiert sich, vor allem in Norddeutschland.<\/p>\n<p>Presseberichte, Januar und Februar 2015: W\u00f6lfe an Bundesstra\u00dfen. Am Rande von D\u00f6rfern. Sechs \u201eIsegrims\u201c folgen einer Joggerin bei Amelinghausen, sie fl\u00fcchtet sich auf einen Hochstand. Ein Rudel l\u00e4sst sich auf einem Waldweg nahe Hamburg filmen, unaufgeregt. Ein Wolf zeigt sich am Waldkindergarten Goldenstedt. Eine Frau \u2013 mit Hunden im Wald bei L\u00fcneburg unterwegs \u2013 begegnet einer Wolfsgruppe, die ihr eine viertel Stunde lang in geringem Abstand folgt. Empfehlungsgem\u00e4\u00df aber erfolglos schreit sich die Frau heiser. Wieder zu Hause, ist sie ein Fall f\u00fcr den Notarzt. In Mecklenburg-Vorpommern besucht ein Wolfsr\u00fcde Vellahn. In Rodenwalde will er zu einer l\u00e4ufigen H\u00fcndin. Zwei Tage sp\u00e4ter greift er bei M\u00f6lln eine Schafherde an. Sechs br\u00fcllende, fuchtelnde M\u00e4nner brauchen fast eine Stunde, bevor der \u201eGraurock\u201c das Weite sucht.<\/p>\n<p>M\u00e4rz 2015: Derselbe Wolf l\u00e4uft durch M\u00f6lln. Genproben belegen seine Abstammung vom besonders verhaltensauff\u00e4lligen Munsteraner Rudel. Es siedelt auf dem noch betriebenen Truppen\u00fcbungsplatz Munster in der L\u00fcneburger Heide. Dort, beim benachbarten Wriedel, wurden mehrfach Spazierg\u00e4nger von W\u00f6lfen umringt. Und ebenso beachtlich: Auf einem Handy-Video trabt ein Wolf durch eine Reihenhaussiedlung in Wildeshausen \u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Was ist los mit Norddeutschlands W\u00f6lfen? Die Ger\u00fcchtek\u00fcche brodelt. Ausgesetzte Tiere? Von Soldaten gef\u00fctterte? Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel will den W\u00f6lfen, vor allem dem Munsteraner Rudel, nun mit Satelliten-Ortung auf die Schliche kommen. Am 22. und 29. Juni 2015 lie\u00df er Erfolge melden: Zwei Jungw\u00f6lfe liefen in die K\u00e4figfalle. Aus der Narkose erwacht, trollten sie sich inklusive Sendehalsband. Bis 4.000 Euro kostet das St\u00fcck. Zwanzig Halsb\u00e4nder hat das Land f\u00fcr seine W\u00f6lfe eingeplant. Zwei Jahre Wolfs-\u00dcberwachung je Sender \u2013 Bewegungsmuster, st\u00fcndliche Koordinaten, Monitoring, hightech. Danach Management, simpel. W\u00f6lfe, die sich Menschen dichter als 30 Meter n\u00e4hern, m\u00fcssen mit Gummigeschossen rechnen. Theoretisch. Die Praxis verspricht spannend zu werden. Schmerzhaftes Gummi auf zutrauliche \u201eGraupelze\u201c? Was m\u00f6gen Wolfspaten und Schutzengel dazu sagen? Als Minister Wenzel dem \u201eWildeshausener Wolf\u201c bereits im M\u00e4rz 2015 Vergr\u00e4mung bis \u201efinale Entnahme\u201c verordnet hatte, wussten Wolfsenthusiasten dies zu verhindern.<\/p>\n<hr \/>\n<p>\u00dcbergriffe auf Haustiere \u2013 das zweite heikle Medienthema. Attacken auf Schafe, K\u00fche, Fohlen, Ziegen, Damwild. In Panik geratene Pferde, die in den Stra\u00dfenverkehr rennen\u2026 Noch zuckende Kadaver am n\u00e4chsten Morgen. Verzweifelte, w\u00fctende Tierhalter in Talkshows wie Panorama am 10. 3. 2015: Nicht ausreichende F\u00f6rdergelder f\u00fcr wolfssichere Elektroz\u00e4une, zu lange Zaunstrecken; Schafherden mit L\u00e4mmern dr\u00e4ngeln sich im grauen Stall, statt Norddeutschlands gr\u00fcne Weiden zu zieren \u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Brandenburgs Minister f\u00fcr L\u00e4ndliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft J\u00f6rg Vogels\u00e4nger begegnet der Kritik seiner Tierhalter dagegen mit einem Lob des Managements: \u201e414 Schafe, 4 Ziegen, 59 St\u00fcck Damwild, 10 K\u00e4lber wurden entsch\u00e4digt.\u201c Daf\u00fcr und f\u00fcr sonstige Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen zum Wolfsschutz nennt seine Presse-Information vom M\u00e4rz 2015 eine Summe von 874.500 Euro \u2013 ausgereicht oder eingeplant von Land-, EU- und Naturschutz ab 2007, der Ansiedlung erster W\u00f6lfe in Brandenburg. Addiert man gesch\u00e4tzte Eigenanteile der Gef\u00f6rderten, rundet sich das Ganze auf mindestens 1 Million. Umgelegt auf 50 Tiere im Schnitt der Jahre w\u00e4ren das 20.000 Euro pro Wolf. Personalkosten (Verwaltung, Monitoring, Management) d\u00fcrften die Summe vervielfachen. Inklusive der Gentests am Senckenberg Institut f\u00fcr Wildtiergenetik in Gelnhausen \u2013 sie sind vorgeschrieben, um wildernde Haushunde als Ursache auszuschlie\u00dfen. Nur 0,2 Prozent der Wolfsnahrung sind Nutztiere. Teuer bezahlte 0,2 Prozent.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Wolf und Wald und Jagd \u2013 ein n\u00e4chstes Thema, ein h\u00f6chst streitbares. Vielen J\u00e4gern gilt der Wolf als Jagdhelfer, anderen als Konkurrent. In Brandenburg gab es bislang acht (registrierte) illegale Absch\u00fcsse. F\u00fcr jede dieser Straftaten w\u00e4ren 5 Jahre Haft oder 50.000 Euro f\u00e4llig.<\/p>\n<hr \/>\n<p>\u201eIsegrims\u201c Geschenk an die Forstwirtschaft seien gesundes Wild, gesunde W\u00e4lder, hei\u00dft es. Dass er viele Jungtiere erbeute, Wildarten zum Aussterben bringe und nur wenig Einfluss auf die Waldstruktur habe \u2013 auch davon ist zu lesen, zumindest in Jagdmagazinen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Der Wolf und die Wissenschaft: Seine R\u00fcckkehr bescherte der s\u00e4chsischen Lausitz 2003 und 2004 zwei ministeriell gesteuerte Fachb\u00fcros. Reichlich Arbeit f\u00fcr WildbiologInnen: Wolfsverhalten, Wanderungen, Reviere, Fleischbedarf, Beute, \u00dcbergriffe auf Nutztiere, Beratung der Tierhalter. Ein B\u00fcro f\u00fcr Wolfs-Monitoring gibt es seit Juli 2015 auch in Niedersachsen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Und wie steht es um \u201eGraurock\u201c und Haushund? Als ein zugewanderter Wolfsr\u00fcde im Oktober 2014 am Forsthaus Luisenthal bei Angerm\u00fcnde (Brandenburg) eine Tiroler Bracke fast zu Tode biss \u2013 infolgedessen das Ministerium Haus und F\u00f6rsterfamilie elektrisch einhegen lie\u00df wie eine Schafherde \u2013 war es kaum Hunger, der \u201eIsegrim\u201c trieb. Sein Wald voller Reh und Hirsch und Schwein. Es war das Revier! W\u00f6lfe m\u00f6gen keine Konkurrenz. Wolfsbedingt verlorene Hunde bei Treibjagden werden \u201efinanziell ausgeglichen\u201c. Und Waldspazierg\u00e4nger und ihre vierbeinigen Begleiter? Sie haben zumindest ein Recht auf Warnschilder.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Und die Frage aller Fragen in puncto Wolf: Muss der Mensch ihn f\u00fcrchten? Die NABU-Antwort, kurz und werbewirksam: \u201eRotk\u00e4ppchen l\u00fcgt\u201c. Recht so, NABU \u2013 schlie\u00dflich handelt es sich um ein M\u00e4rchen. Doch zur Ehrenrettung seiner Sch\u00f6pfer Jacob und Wilhelm Grimm sei gesagt: F\u00fcr das Jahrhundert ihrer Hausm\u00e4rchen \u2013 sie erschienen 1812 bis 1858 \u2013 verzeichnet der \u201eLinnell-Report\u201c (2002), eine Wissenschaftsstudie aus Norwegen, 2.255 t\u00f6dliche Wolfsangriffe in Russland, 327 in Europa. Nervenstarken Lesern sei zudem \u201eW\u00f6lfe in Russland\u201c empfohlen (Ch. Stubbe, 2008), mit Details von Wolfsangriffen vor allem auf Kinder, ab 1807. Dennoch \u2013 t\u00f6dliche Wolfsattacken haben stark abgenommen. Ab 1950 wurden in Europa, Russland und Nordamerika etwa 30 F\u00e4lle registriert. Ein geringer Anteil in der Statistik m\u00f6glicher Todesursachen f\u00fcr Menschen. Wolfssch\u00fctzer erw\u00e4hnen sie gern, diese Statistik. Doch Schicksale interessieren sich kaum f\u00fcr Mathematik. Was also waren die Ursachen f\u00fcr den Zugriff der \u201eGraur\u00f6cke\u201c? Vor allem Tollwut. Und Hunger. Zu gro\u00dfe N\u00e4he zu Siedlungen, zu Haustieren, zu Abf\u00e4llen. Und \u201eWolfshybride\u201c, Mischlinge von Wolf und Hund. Welche der Ursachen ist heute ausgeschlossen? Keine. Selbst die Tollwut nicht, wenngleich die BRD als erregerfrei gilt. Polen ist es nicht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Eine Ausblick: Die deutsch-westpolnischen W\u00f6lfe werden sich weiter vermehren, mit Verwandten aus Nord und S\u00fcd mischen, als Teil der gro\u00dfen, nicht gef\u00e4hrdeten Eurasischen Wolfspopulation. Ihre neuen Reviere \u2013 rund 200 Quadratkilometer pro Rudel \u2013 werden auch ins waldarme deutsche Offenland wandern. In die N\u00e4he von D\u00f6rfern und St\u00e4dten. W\u00f6lfe brauchen keine Wildnis. Und der Mensch hierzulande ist kein Feind. Er fuchtelt nur, schreit \u2013 oder genie\u00dft den Anblick.<\/p>\n<hr \/>\n<p>F\u00fcnf Kilo Fleisch pro Tag? Da w\u00e4ren Waschb\u00e4ren und Kaninchen. Wildschweine der Vorstadt. Biber der Gartensiedlung. Hunde und Katzen. Das Vieh der Kleintierhalter. Abf\u00e4lle. M\u00fcllhalden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Die EU-B\u00fcrokratie definiert 1.000 W\u00f6lfe als \u201eguten Erhaltungszustand\u201c der Population. W\u00e4re sie ab hier regulierbar? Nicht n\u00f6tig, so die Wolfsmanager. \u201eIsegrims\u201c Dichte reguliert sich von allein, wenn die Welpen verhungern. Wenn auch die Alten hungern? Hungrige W\u00f6lfe \u2026?<\/p>\n<hr \/>\n<p>Das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz traut Deutschland 4.000 W\u00f6lfe zu \u2013 \u00f6kologisch tragf\u00e4hig laut einer Universit\u00e4tsstudie aus Freiburg (Felix Knauer, 2009). Eine neue Studie dieser Universit\u00e4t (Dominik Fechter und Ilse Storch, 2014) mahnt die Unsicherheit solcher Prognosen an. Je nach Modelltyp und Parametern erg\u00e4ben sich f\u00fcr Deutschland Rudelzahlen zwischen 154 und 1.769 (\u00fcber 10.000 W\u00f6lfe). Ein Vergleich: Im Baltikum (40 Einwohner pro Quadratkilometer) leben etwa 3.600 W\u00f6lfe. In Rum\u00e4nien (93 Einwohner pro Quadratkilometer) etwa 3.000. Die BRD h\u00e4tte k\u00fcnftig 4.000 W\u00f6lfe oder je nach Modelltyp das Dreifache. Bei 230 Einwohnern pro Quadratkilometer!<\/p>\n<hr \/>\n<p>\u201eGanz Deutschland ist Wolfserwartungsland\u201c, freut sich der NABU und kehrt damit einen Begriff aus der Politsatire ins Ernste. Sven K\u00fchlmann vom Leibnitz-Institut f\u00fcr Zoo- und Wildtierforschung, zudem NABU-Wolfsbotschafter, sieht selbst im Berliner Stadtgebiet Nahrung und Platz f\u00fcr das Gro\u00dfraubtier. Derweil drucken J\u00e4germagazine das verhaltensbiologische Urteil des kanadischen Zoologen Valerius Geist \u00fcber die Vorf\u00e4lle in Niedersachsen: Indem W\u00f6lfe sich Menschen n\u00e4hern, sie gar umkreisen, erkundeten sie neue Beutequellen \u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Umweltminister Wenzel nannte j\u00fcngst die Zahlen: 238 (registrierte) Beobachtungen in der N\u00e4he von H\u00e4usern, Autos, Radfahrern. 30-Mal n\u00e4herten sich W\u00f6lfe dem Menschen dichter als 30 Meter, 18-Mal dichter als 10 Meter, 11-Mal waren Hunde die Ausl\u00f6ser.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Was bleibt zu w\u00fcnschen? M\u00f6ge Professor Geist sich irren. Und m\u00f6gen die Gummigeschosse treffen. Der \u201eWanderwolf\u201c von Niedersachsen starb \u00fcbrigens im April den Stra\u00dfentod \u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Meine Hunde werden wieder heulen. Und die Choriner W\u00e4lder werden ihre Wolfsrudel bekommen. Und anderswo in Deutschland? Viel zu tun f\u00fcr Minister, Schutzengel und Natursch\u00fctzer. Meine gute W\u00fcnsche begleiten sie. Vor allem jedoch den Wolf, dieses kluge Wildtier, in unserer zerrissenen Welt, 150 Jahre danach.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>(Eine gek\u00fcrzte Fassung dieses Artikels ist am 6.September 2015 in einer bekannten \u00fcberregionalen deutschen Tageszeitung erschienen.)<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Dr. rer. nat. Hannelore Gilsenbach ist Schriftstellerin, Biologin und S\u00e4ngerin. Geboren 1950 in Ueckerm\u00fcnde,1968 -1972 Biologiestudium an der Universit\u00e4t Rostock, 1972 &#8211; 1988 Wissenschaftlerin am Institut f\u00fcr Pflanzenschutzforschung Kleinmachnow, Bereich Eberswalde; 1979 Promotion zum Dr. rer. nat.; 1973 &#8211; 1985 S\u00e4ngerin der Amateurgruppe Rythm &amp; Blues Collegium Eberswalde. Ab 1984 Liedermacherin\/Chansons\u00e4ngerin; Kompositionen nach Texten von Reimar Gilsenbach und eigenen Texten. Ab 1988 freischaffende Autorin (Printmedien, Funk, Sachb\u00fccher f\u00fcr Kinder und Erwachsene); Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller. Ab 1994 verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift \u201eBUMERANG \u2013 Indigene V\u00f6lker heute\u201c, 2011 Mitgr\u00fcnderin und S\u00e4ngerin der Musikgruppe IntiSonLatino. Wohn- und Arbeitsort im brandenburgischen Naturschutzgebiet Plagefenn\/Biosph\u00e4renreservat Schorfheide-Chorin. Mit ihrem Mann Reimar Gilsenbach (1925-2001) geh\u00f6rte sie zur DDR-Umweltopposition.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen \u00fcber Hannelore Gilsenbach sind \u00fcber ihre Internetseite <a title=\"Webseite Gilsenbach\" href=\"http:\/\/www.gilsenbach-gilsenbach.de\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #3366ff;\">www.gilsenbach-gilsenbach.de<\/span> <\/a>verf\u00fcgbar. Das Beitragsfoto (oben rechts) wurde von Frau J. Sch\u00f6lzel aufgenommen.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Wolfsmonitor bedankt sich bei Frau Dr. Gilsenbach f\u00fcr diesen Beitrag!<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><em><span style=\"text-decoration: underline;\">Hintergrund:<\/span><\/em><\/p>\n<p><em>Der Grauwolf (Canis lupus) ist weltweit verbreitet und als Art nicht gef\u00e4hrdet. Neun Unterarten leben in Europa und Asien, vier in Nordamerika. Die bei uns vorkommenden Tiere geh\u00f6ren zur Unterart der Eurasischen Grauw\u00f6lfe (Canis lupus lupus). Mit weit \u00fcber 100.000 Exemplaren \u2013 von der Iberischen Halbinsel bis zum Himalaya \u2013 gilt auch ihr Bestand als stabil. 20.000 von ihnen leben in Europa.<\/em><br \/>\n<em>Die Rote Liste Deutschlands und anderer EU-Staaten verzeichnet den Wolf als vom Aussterben bedroht (h\u00f6chste Schutzkategorie) und f\u00f6rdert so die Wiederbesiedlung einstiger Lebensr\u00e4ume durch das Gro\u00dfraubtier. Die 20.000 Grauw\u00f6lfe Europas verteilen sich auf 10 geografische Populationen \u2013 darunter die deutsch-westpolnische (aktuell \u201eZentraleurop\u00e4ische Tieflandpopulation\u201c genannt).<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><em>In diesen Bundesl\u00e4ndern leben heute Wolfsrudel (Herbst: 2015):<\/em><br \/>\n<em>Sachsen: 12<\/em><br \/>\n<em>Brandenburg: 7<\/em><br \/>\n<em>Niedersachsen: 7<\/em><br \/>\n<em>Sachsen-Anhalt: 5<\/em><br \/>\n<em>Mecklenburg-Vorpommern: 2<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Zum Rudel (Wolfsfamilie) geh\u00f6ren die Eltern und 2 bis 10 Jungtiere. Au\u00dfer Rudeln gibt es noch Einzelw\u00f6lfe.<\/em><br \/>\n<em>Erste Wolfsnachweise gab es 2015 auch in Schleswig-Holstein, Hessen, Th\u00fcringen, Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Aktuelle Berichte und Karten siehe<\/em><\/p>\n<p><em>Kontaktb\u00fcro Wolfsregion Lausitz<\/em><br \/>\n<span style=\"color: #3366ff;\"><a style=\"color: #3366ff;\" title=\"Wolfsregion Lausitz\" href=\"http:\/\/www.wolfsregion-lausitz.de\/\" target=\"_blank\"><em>www.wolfsregion-lausitz.de<\/em><\/a><\/span><\/p>\n<p><em>Wildbiologisches B\u00fcro LUPUS<\/em><br \/>\n<span style=\"color: #3366ff;\"><a style=\"color: #3366ff;\" title=\"Freundeskreis freilebender W\u00f6lfe\" href=\"http:\/\/www.lausitz-wolf.de\" target=\"_blank\"><em>www.lausitz-wolf.de<\/em><\/a><\/span><br \/>\n<img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/c3774045ca91405ca512907c3a293b9a\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-center shariff-widget-align-center\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"https%3A%2F%2Fwolfsmonitor.de%2F%3Fp%3D1222\" data-timestamp=\"1525529147\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-color orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwolfsmonitor.de%2F%3Fp%3D1222\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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Doch sie werden sich weiter ausbreiten. Mit welchen Folgen? Immer wieder nachts heulen meine Hunde. Sie antworten. Irgendwo in den W\u00e4ldern bei Chorin ruft einer ihrer Stammv\u00e4ter. \u201eIch mag W\u00f6lfe\u201c, sagt meine zehnj\u00e4hrige Enkeltochter, \u201eohne sie h\u00e4tten wir keine Hunde.\u201c Der Europ\u00e4ische Grauwolf, er kehrt zur\u00fcck in seine [&hellip;]<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-center shariff-widget-align-center\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"https%3A%2F%2Fwolfsmonitor.de%2F%3Fp%3D1222\" data-timestamp=\"1525529147\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-color orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwolfsmonitor.de%2F%3Fp%3D1222\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#3b5998\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#32bbf5\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwolfsmonitor.de%2F%3Fp%3D1222&text=Gastbeitrag%20von%20Dr.%20Hannelore%20Gilsenbach%20%28Schriftstellerin%2C%20Biologin%20und%20S%C3%A4ngerin%29\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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Februar 2017","format":false,"excerpt":"Diese Frage stellten sich offenbar die Mitglieder des Hegerings Winterberg-Hallenberg k\u00fcrzlich und luden daraufhin ausgerechnet Prof. Dr. Michael Stubbe aus Halle zur Beantwortung dieser Frage ein, um - so schreibt es die Westfalenpost - dar\u00fcber hinaus mit ihm und J\u00e4gern, Landwirten, Natursch\u00fctzern und Touristikern \u00fcber die zu erwartende \u201eAnsiedelung\u201c des\u2026","rel":"","context":"In &quot;Standpunkte&quot;","img":{"alt_text":"Wolf im Tierpark Nordhorn","src":"https:\/\/i0.wp.com\/wolfsmonitor.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Foto-Kommentar-2.jpg?fit=586%2C513&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":2997,"url":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/?p=2997","url_meta":{"origin":1222,"position":1},"title":"Orthodoxe Natursch\u00fctzer oder orthodoxe Waidm\u00e4nner?","date":"6. 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