{"id":8360,"date":"2017-04-10T07:46:31","date_gmt":"2017-04-10T05:46:31","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfsmonitor.de\/?p=8360"},"modified":"2018-05-05T14:22:07","modified_gmt":"2018-05-05T12:22:07","slug":"ein-wolfsdrama-in-mehreren-akten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/?p=8360","title":{"rendered":"Ein &#8222;Wolfsdrama&#8220; in mehreren Akten&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bereits im Oktober letzten Jahres wurde ich auf den taz-Journalisten Jost Maurin erstmals aufmerksam. In einer \u00dcberschrift eines Beitrags von ihm war zu lesen: <em>\u201eDie Zahl der Opfer von W\u00f6lfen ist seit 2002 um mehr als das 20-Fache gestiegen\u201c<\/em>.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><!--more--><\/p>\n<hr \/>\n<p>Erst zum Ende seines Beitrags lie\u00df Maurin den NABU-Wolfsexperten Markus Bathen erg\u00e4nzen, dass sich im selben Zeitraum die Anzahl der W\u00f6lfe von einem Rudel auf 46 vermehrt hat. Und sich damit das Verh\u00e4ltnis der verlorenen Nutztiere pro Rudel &#8211; relativ gesehen &#8211; wegen des zunehmenden Einsatzes von Herdenschutzma\u00dfnahmen mehr als halbierte. (*1)<\/p>\n<p>Ende M\u00e4rz gab es einen weiteren Artikel von Maurin \u00fcber W\u00f6lfe in der taz. <em>\u201eEr kommt n\u00e4her, immer n\u00e4her\u201c<\/em> war dieser betitelt. (<span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5385189\/\" target=\"_blank\">hier der Link!<\/a><\/span> *2)<\/p>\n<p>Maurin stellte darin unter anderem die (eher rhetorische) Frage, ob es eigentlich gewollt sei, <em>\u201edass hier Raubtiere leben, die Menschen t\u00f6ten k\u00f6nnen?\u201c<\/em> \u00a0Und lie\u00df seinen Beitrag mit den Worten enden<em>: \u201eAm besten bleibt es aber auch da \u2013 weit weg im s\u00e4chsischen Wald. Zur Not m\u00fcssen wir es zwingen, mit dem Gewehr.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Dieser Artikel sorgte wegen offensichtlicher inhaltlicher Schw\u00e4chen f\u00fcr Unmut in weiten Teilen der Wolfsszene. Der weit anerkannte Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky beispielsweise kommentierte Maurins Artikel folgenderma\u00dfen: (*3)<\/p>\n<p><em>\u201eHerr Maurin,<\/em><\/p>\n<p><em>schon der Titel macht klar, was Sie mit Ihrem Artikel bezwecken. Sie wollen Panik verbreiten. Tatsache ist: Die W\u00f6lfe kommen uns nicht \u201eimmer n\u00e4her\u201c. Sie werden mehr, das stimmt. Aber nur das.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich hatte mir viel von Ihrem Artikel versprochen. Deswegen habe ich auch \u00fcber eine Stunde Zeit damit verbracht, Ihre vielen Fragen zu beantworten, mich dar\u00fcber hinaus auch um Literaturquellen f\u00fcr Sie gek\u00fcmmert. Was ist daraus geworden!<\/em><\/p>\n<p><em>Sie d\u00fcmpeln in seichten Gew\u00e4ssern. Reihen ein Klischee ans andere. R\u00fccken Ihren Gespr\u00e4chspartner Markus Bathen in ein schlechtes Licht, womit Sie wohl eher den NABU madig machen wollen. Und fallen l\u00e4ngelang auf den Biobauern Dommel herein. Seit Juli, so zitieren Sie ihn, h\u00e4tten die W\u00f6lfe \u201esechs seiner Rinder get\u00f6tet\u201c.<\/em><\/p>\n<p><em>Meine Recherchen dazu haben folgendes ergeben:<\/em><\/p>\n<p><em>Bauer Dommel hat im vergangenen Winter drei K\u00e4lber (wenige Tage alt) und ein Jungrind als von W\u00f6lfen get\u00f6tet gemeldet. An keinem dieser Tiere lie\u00df sich feststellen, dass es von einem Wolf (oder mehreren W\u00f6lfen) get\u00f6tet wurde: kein Blut, keine Kampfspuren, keine Kehlbisse. Blut \u201ewie auf dem Schlachtfeld, wie im Krieg\u201c lag da nicht herum, auch kein Wolfskot. Was hat Bauer Dommel, was haben Sie eigentlich f\u00fcr eine Vorstellung von einem \u201eSchlachtfeld, wie im Krieg?\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Das ist alles prima dokumentiert, ich habe die Fotos gesehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Sie schreiben, Dommel halte seine Rinder \u201ebesonders artgerecht und naturfreundlich.\u201c Ob der Tierschutz das genauso s\u00e4he, wenn er sich das anschaute? Die Weide ist eine Schlammlache, mit ein paar Strohballen, damit sich die Rinder \u2013 es sind ja keine Wasserb\u00fcffel \u2013 mal einigerma\u00dfen trocken hinlegen k\u00f6nnen. Hoffentlich ist das nicht allgemein die Kehrseite von \u201eBio.\u201c Ich r\u00e4ume an dieser Stelle gerne ein, dass Dommel nicht schuld ist am schlechten Wetter. Aber unter artgerechter und naturfreundlicher Haltung verstehe ich etwas anderes.<\/em><\/p>\n<p><em>Dabei h\u00e4tte ich Ihnen ohne weiteres Informationen zu wirklich blutigen, schlimmen Wolfs\u00fcbergriffen verschaffen k\u00f6nnen. Kein vern\u00fcnftiger Mensch bestreitet, dass solche Vorf\u00e4lle vorkommen. Es wird auch nicht bestritten, dass wir beim Herdenschutz noch zulegen m\u00fcssen. Es w\u00e4re aber fair gewesen, darauf hinzuweisen, dass viele Nutztierhalter inzwischen mit den W\u00f6lfen recht gut klarkommen. Aber an einem objektiven Bild der Wolfsgeschichte war Ihnen nicht gelegen.<\/em><\/p>\n<p><em>Sie wollen den Lesern weismachen, dass die Mutterkuhhaltung wegen der W\u00f6lfe auf der Kippe steht. Warum haben Sie die wahren Dimensionen verschwiegen, die ich Ihnen genannt habe? Hier noch einmal: Allein in Brandenburg verenden pro Jahr bei der freien Rinderhaltung 11.000 K\u00e4lber (Jahr 2014), bevor sie sechs Monate alt werden. Ersatz bekommen die Tierhalter daf\u00fcr nicht. Im Jahr 2016 sind 23 neu geborene K\u00e4lber von W\u00f6lfen get\u00f6tet worden \u2013 in Worten: dreiundzwanzig von \u00fcber zehntausend! Zwei Promille der toten K\u00e4lber! Nota bene: Diese K\u00e4lber wurden vom Land bezahlt \u2013 die anderen ca. zehntausend nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Leider, leider ist die freie Rinderhaltung durch allerlei \u00f6konomische Zw\u00e4nge, echte wie auch herbei geredete, in Gefahr. Aber meinen Sie im Ernst \u2013 durch W\u00f6lfe?<\/em><\/p>\n<p><em>Sie erw\u00e4hnen den Fall der in Alaska von W\u00f6lfen get\u00f6teten Joggerin und stellen die Frage: \u201eIst nicht ein Toter einer zu viel?\u201c Ich habe darauf keine Antwort, aber ich frage Sie, was Sie damit insinuieren wollen: Meinen Sie, dass wir nun alle Grizzlies, alle L\u00f6wen und Tiger, Elefanten, Nilpferde, Krokodile, Elche, Haie etcetera etcetera auf dieser Welt umbringen sollen? Alle diese Tiere t\u00f6ten Menschen \u2013 und zwar viel h\u00e4ufiger als die wesentlich zahlreicheren W\u00f6lfe. Sie stellen die Frage in den Raum, einfach so, aber Sie haben nichts dazu zu sagen. Das ist, mit Verlaub, ziemlich armselig.<\/em><\/p>\n<p><em>Sie finden es anscheinend auch anst\u00f6\u00dfig, dass Leute f\u00fcr die Arbeit, die sie im Naturschutz machen, bezahlt werden. \u201eAndere Menschen,\u201c schreiben Sie, \u201eleben vom Wolf.\u201c Wohl wahr \u2013 wie \u00c4rzte eben von kranken Menschen leben oder Strafverteidiger von der Kriminalit\u00e4t, gelle? Arbeit am und um den Wolf ist Naturschutzarbeit, denn der Wolf steht unter Naturschutz.<\/em><\/p>\n<p><em>Dass Sie Naturschutzarbeit meinen diskreditieren zu m\u00fcssen, sagt alles dar\u00fcber, mit welcher Voreingenommenheit Sie an diesen Artikel gegangen sind. Dass Sie selber damit Geld verdienen, also am Wolf! \u2013 das ist Ihnen anscheinend gar nicht aufgefallen. So weit sind wir also \u2013 sind Sie \u2013 gekommen, dass die Reparaturarbeit an einer Natur, die wir in nie dagewesenem Ma\u00df besch\u00e4digt haben und weiter besch\u00e4digen, als unwert eingesch\u00e4tzt wird. So eine Denke, Herr Maurin, macht mich krank.<\/em><\/p>\n<p><em>Es gebe noch so manches zu Ihrem Artikel zu sagen, aber ich \u00e4rgere mich fast schon, dass ich in diesen Kommentar Zeit investiert habe. Ihr Artikel ist es nicht wert. Wie schade. Aber ich w\u00fcrde mich freuen, wenn Sie ernsthaft dar\u00fcber nachd\u00e4chten.<\/em><\/p>\n<p><em>Ulrich Wotschikowsky Oberammergau&#8220; <\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>Auch viele andere kommentierten Maurins Beitrag innerhalb und au\u00dferhalb der \u201esozialen Medien\u201c. Unter ihnen auch Wolfsbeauftragter und Rissgutachter Kay-Uwe Hartleb, der Maurins Artikel auf Facebook folgenderma\u00dfen kommentierte: (*4)<\/p>\n<p><em>\u201eSehr geehrter Herr Maurin, was f\u00fcr ein Artikel! <\/em><\/p>\n<p><em>Ich hatte immer glauben wollen, die taz stehe f\u00fcr Qualit\u00e4tsjournalismus. Doch Sie haben mir eindrucksvoll aufgezeigt, dass die taz auch ganz anders<\/em> <em>kann! Mit Ihnen, lieber Maurin, mit Ihnen geht das. Sie haben Journalismus studiert, stimmts? <\/em><\/p>\n<p><em>Jedenfalls sehen Sie auch so aus: hohe Stirn, Nickelbrille, feine schmale H\u00e4nde, die es schwer haben mit einem Spaten. Oder? Jedenfalls k\u00f6nnen Sie so h\u00fcbsch Worte aneinanderreihen. Was f\u00fcr eine Gabe, ein Talent, preisgekr\u00f6nt wom\u00f6glich, Worte, die gefallen wollen und gefallen k\u00f6nnen. <\/em><\/p>\n<p><em>Jedoch: sollte der Journalist, seiner Sorgfaltspflicht folgend, nicht ordentlich recherchieren, das Ergebnis pr\u00fcfen und noch mal \u00fcberpr\u00fcfen? Vor allem der Journalist, dem es an Sachkenntnis weitgehend und an Sachverstand vollst\u00e4ndig fehlt? Hatten Sie keine Zeit dazu? Hat die Redaktion Druck gemacht mit dem Druck dieser Ausgabe, so dass Sie Einbu\u00dfen beim Gehalt bef\u00fcrchten mussten, wenn Sie nicht schnell genug abliefern? Hat die TopAgrar, auf deren Gehaltsliste Sie ja auch stehen, vielleicht Druck gemacht? <\/em><\/p>\n<p><em>Ich gehe doch recht in der Annahme, dass Sie mit ihren Texten Ihr Geld verdienen? So wie J\u00f6rg Dommel mit seinen K\u00e4lbern sein Geld verdient, wenn er sie allj\u00e4hrlich an den Schlachthof verkauft, nachdem seine Herde die Seewiesen und das Seeufer des Neuendorfer Sees dem Erdboden gleich gemacht hat. <\/em><\/p>\n<p><em>Das hatten Sie doch gemeint, als Sie schrieben, &#8222;es sah aus wie ein Schlachtfeld, fast wie im Krieg&#8220;. Oder? Und was genau meinen Sie mit: &#8222;Ein Kalb lag halb aufgefressen da. Alles voller Blut. Kotreste vom Wolf. Hinter dem Genick war an einer Oberseite alles weggefressen. Rippen stachen heraus, der Magen war ausger\u00e4umt.&#8220; Waren Sie dort, Herr Maurin? Haben Sie es gesehen? Mit eigenen Augen? Ich glaube nicht. <\/em><\/p>\n<p><em>Ich aber war dort, Herr Maurin. Sie habe ich nicht gesehen. Da war der angefressene Kalbskadaver, das stimmt. Blut? Kein Tropfen! Der Magen ausger\u00e4umt? Das Kalb war noch nicht einmal einen Tag alt. Da ist nichts drin im Magen, was W\u00f6lfe ausr\u00e4umen m\u00fcssten. Wenn es \u00fcberhaupt jemals einen Tag alt war. <\/em><\/p>\n<p><em>J\u00f6rg Dommel hat das Kalb nie lebend gesehen. Hat Herr Dommel Ihnen erkl\u00e4rt, was eine Totgeburt ist? Das Kalb, Herr Maurin, war schon tot. Tot geboren oder verendet an etwas, was sich nicht mehr feststellen lie\u00df. <\/em><\/p>\n<p><em>Als es bereits tot war, haben dann vermutlich W\u00f6lfe davon gefressen, davon kann man ausgehen. Und genau das, Herr Maurin, ist der Grund daf\u00fcr, dass dort eben kein Blut war. Ein totes Tier blutet nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0Ich frage mich, Herr Maurin, warum Sie Ihre Leser nicht durch saubere Recherche dar\u00fcber aufkl\u00e4ren, dass auf den Mutterkuhweiden im Land Brandenburg, denn dar\u00fcber &#8222;berichten&#8220; Sie ja, j\u00e4hrlich mehr als 11.000 K\u00e4lber verenden (90.000 Geburten jedes Jahr, 5% Totgeburten, 7% der lebend geborenen K\u00e4lber verenden in den ersten sechs Monaten). Ohne Wolfskontakt, versteht sich.<\/em><\/p>\n<p><em>Die anderen 79.000 gehen auf den Schlachthof &#8211; fr\u00fcher oder sp\u00e4ter. \u00dcbrigens ist dort, Herr Maurin, dann wirklich alles voller Blut. Aber geschenkt. <\/em><\/p>\n<p><em>Halten wir nun einmal die K\u00e4lber dagegen, die in Brandenburg tats\u00e4chlich von W\u00f6lfen gerissen wurden: im Jahre 2016, um gleich die h\u00f6chste Zahl wolfsgerissener K\u00e4lber zu nehmen, die wir hier je hatten, n\u00e4mlich 24.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich nehme mal an, Herr Maurin, dass Sie den Dreisatz beherrschen oder wenigstens den zu recherchieren in der Lage sind. Dann errechnen Sie, dass 24 gerissene K\u00e4lber von 11.000 verendeten K\u00e4lbern dem \u00c4quivalent von 0,2% entspricht. Null Komma zwei Prozent. <\/em><\/p>\n<p><em>Warum verschweigen Sie uns das Herr Maurin? Weil das Gewicht Ihrer Geschichte sich dann auf, sagen wir, 0,2% reduzieren w\u00fcrde? Die Anzahl der Klicks sich auf 0,2% abfallen w\u00fcrde? Weil das Interesse daran auf 0,2% sinken w\u00fcrde, Ihren Artikel am Ende niemand mehr lesen wollte? Vielleicht, weil Sie dann kein Geld mehr damit verdienen k\u00f6nnten?<\/em><\/p>\n<p><em>Ich bin noch nicht ganz fertig Herr Maurin. Aber wir sehen schon bis hierher, dass Sie uns ein ganz kleines bisschen angeflunkert haben, stimmts? Weil es besser in die Story passt, sie ein bisschen rei\u00dferischer macht oder der Zeitgeist das von Ihnen verlangt oder weil Sie mit daf\u00fcr Sorgen tragen sollen, dass die Auflage der taz stimmt. Stimmts? Jedenfalls sind Ihre Fakten eher alternativer Natur. <\/em><\/p>\n<p><em>Doch kommen wir zur\u00fcck zu J\u00f6rg Dommel. Sie lassen ihn sagen: &#8222;Ein \u201eSchei\u00dfgef\u00fchl\u201c sei das, sagt der Bauer. \u201eUnd man kann nichts dagegen tun.\u201c Ja, ein Schei\u00dfgef\u00fchl ist das, solche Weiden, solche Z\u00e4une, die das Wort nicht verdienen, solche Weidehygiene zu sehen. <\/em><\/p>\n<p><em>Ein Schei\u00dfgef\u00fchl ist das, zu sehen, dass die Zahl der Nutztierrisse mit einfachsten (Zaun)Mitteln auf ein Viertel oder weniger reduziert werden k\u00f6nnte aber nicht wird. <\/em><\/p>\n<p><em>Und ein Schei\u00dfgef\u00fchl ist es, wenn man Texte lesen muss, die nicht vor Fakten sondern vor Unwahrheiten und Polemik strotzen und von Journalisten wie Ihnen publiziert werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Beide Kommentare, also sowohl der von Ulrich Wotschikowsky, als auch der von Kay-Uwe Hartleb weisen meines Erachtens sehr anschaulich \u2013 \u00fcber stilistische Mittel werde ich hier nicht urteilen\u00a0 \u2013\u00a0 auf einige Schw\u00e4chen im Artikel von Jost Maurin hin.<\/p>\n<p>Das sieht allerdings offensichtlich nicht jeder so. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bauernbundes Brandenburg, Reinhard Jung, beispielsweise ist offenbar der Ansicht, dass der Wolfsbeauftragte Kay-Uwe Hartleb mit seinem (oben ver\u00f6ffentlichten) Kommentar zu weit gegangen sei. &#8222;Dieser Mann ist aus unserer Sicht nicht mehr tragbar&#8220;, wird er in der Berliner Morgenpost zitiert.<\/p>\n<p>Und fordert \u2013 weil Hartleb &#8222;die erforderliche Neutralit\u00e4t vermissen lasse&#8220; &#8211; beim\u00a0Agrarministerium in Brandenburg die \u201eAbsetzung\u201c des Rissgutachter. (<span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article210200015\/Bauernbund-Wolfsgutachter-nicht-neutral.html\" target=\"_blank\">hier der Link!<\/a><\/span> *5)<\/p>\n<p>Peter Peuker, ebenfalls aktiver Wolfsbeauftragter in Brandenburg und Wolfsmonitor-Lesern kein Unbekannter, reagierte auf den Vorsto\u00df des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers des Bauernbunds mit klaren Worten: (*6)<\/p>\n<p><strong><em>\u201ePopulismus und Krawall statt Sachlichkeit und Fakten\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;Der Bauernbund will Personalpolitik betreiben und kompetente Leute im Wolfsmanagement ausboten und diskreditiert diese in unversch\u00e4mter Weise \u00f6ffentlich. Herr Jung \u00fcbt Zensur und Einflussnahme aus und m\u00f6chte die Gunst der Stunde in seinem Sinne nutzen. Die Rissgutachten sollen nach Wunsch des Herrn Jung mit einem ihm genehmen Ergebnis ausfallen.<\/em><\/p>\n<p><em>Ganz offensichtlich kommt Herr Jung damit nicht klar, wenn Fakten gegen Behauptungen und Mutma\u00dfungen im Artikel der TAZ benannt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Bereits bei der Erarbeitung des Wolfsmanagementplans f\u00fcr den Zeitraum 2012 &#8211; 2017 hat sich der derzeit 433 Mitglieder umfassende Bauernbund verweigert, weil ihm das zustande gekommene Ergebnis nicht genehm war.<\/em><\/p>\n<p><em>Populismus und Krawall statt Sachlichkeit und Fakten f\u00fchren zu den schlechtesten Ergebnissen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Fortsetzung folgt\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p><em><u>Quellen: <\/u><\/em><\/p>\n<p><em>(*1) taz, www.taz.de, Artikel von Jost Maurin am 25. Oktober 2016: \u201eArtenschutz in Deutschland \u2013 Immer mehr Wolfsrisse\u201c, abgerufen am 9.4.2017, <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5350529\/\" target=\"_blank\">hier der Link!<\/a><\/span><\/em><\/p>\n<p><em>(*2) taz, www.taz.de, Artikel von Jost Maurin am 30.03.2017: \u201eEr kommt uns n\u00e4her, immer n\u00e4her\u201c<\/em> , <em>abgerufen am 9.4.2017,<span style=\"color: #0000ff;\"> <a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5385189\/\" target=\"_blank\">hier der Link!<\/a><\/span><\/em><\/p>\n<p><em>(*3) Antwort von Ulrich Wotschikowsky auf den Artikel *) von Jost Maurin, mit freundlicher Genehmigung der Facebook-Seite \u201eW\u00f6lfe-Fakten\u201c, abgerufen<\/em> <em>am 9.4.2017, <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/WOELFE.Fakten\/photos\/a.153844258316392.1073741828.149253115442173\/411896895844459\/?type=3\" target=\"_blank\">hier der Link!<\/a><\/span><\/em><\/p>\n<p><em>(*4) Facebook-Kommentar von Kay-Uwe Hartleb zum taz-Artikel \u201eEr kommt uns n\u00e4her, immer n\u00e4her\u201c von Jost Maurin abgerufen am 9.4.2017<\/em><\/p>\n<p><em>(*5) Berliner Morgenpost, www.morgenpost.de, Artikel vom 8.4.2017: &#8222;Bauernbund:\u00a0Wolfsgutachter nicht neutral&#8220;, abgerufen am 9.4.2017, <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article210200015\/Bauernbund-Wolfsgutachter-nicht-neutral.html\" target=\"_blank\">hier der Link!<\/a><\/span><\/em><\/p>\n<p><em>(*6) Facebook-Kommentar von Peter Peuker, abgerufen am 9.4.2017,<span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/peter.peuker.58?fref=ts\" target=\"_blank\"> hier der Link!<\/a><\/span><\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-center shariff-widget-align-center\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"https%3A%2F%2Fwolfsmonitor.de%2F%3Fp%3D8360\" data-timestamp=\"1525530127\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-color orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwolfsmonitor.de%2F%3Fp%3D8360\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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In einer \u00dcberschrift eines Beitrags von ihm war zu lesen: \u201eDie Zahl der Opfer von W\u00f6lfen ist seit 2002 um mehr als das 20-Fache gestiegen\u201c.<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-center shariff-widget-align-center\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"https%3A%2F%2Fwolfsmonitor.de%2F%3Fp%3D8360\" data-timestamp=\"1525530127\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-color orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwolfsmonitor.de%2F%3Fp%3D8360\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#3b5998\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#32bbf5\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwolfsmonitor.de%2F%3Fp%3D8360&text=Ein%20%E2%80%9EWolfsdrama%E2%80%9C%20in%20mehreren%20Akten%E2%80%A6\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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April 2017","format":false,"excerpt":"Mit den Worten \u201eFortsetzung folgt\u201c endete am Montag der etwas l\u00e4ngere Wolfsmonitor-Artikel \u201eEin \u201eWolfsdrama\u201c in mehreren Akten\u2026\u201c (hier!), der auch die Reaktion des anerkannten Wolfsexperten Ulrich Wotschikowsky auf einen TAZ-Artikel (hier!) von Jost Maurin enthielt. Auf der Facebook-Seite \u201eW\u00f6lfe-Fakten\u201c antwortete Jost Maurin nun auf den Leserbrief von Ulrich Wotschikowsky wie\u2026","rel":"","context":"In &quot;Aktuell&quot;","img":{"alt_text":"Stehender Wolf im Tierpark Nordhorn (Foto: Vogler)","src":"https:\/\/i0.wp.com\/wolfsmonitor.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Beitragsfoto-Aktuell.jpg?fit=592%2C507&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":9350,"url":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/?p=9350","url_meta":{"origin":8360,"position":2},"title":"Herdenschutzhunde- Petition von Wandersch\u00e4fer Sven de Vries beendet","date":"19. 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April 2016","format":false,"excerpt":"Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) informiert (im Wortlaut): \"Zum Tag des Wolfes (30.4.) hat der NABU eine gemischte Bilanz zur Situation frei lebender W\u00f6lfe in Deutschland gezogen. Die Bestandsentwicklung mit aktuell 40 Wolfsfamilien bundesweit sei erfreulich, das Wolfs-Management noch nicht ausreichend. Hauptrisiko Nummer Eins f\u00fcr den Wolf ist nach wie vor\u2026","rel":"","context":"In &quot;Hintergr\u00fcnde&quot;","img":{"alt_text":"Wolf im TP Nordhorn (Foto: Vogler)","src":"https:\/\/i2.wp.com\/wolfsmonitor.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Hintergrund-2016.jpg?fit=518%2C494&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":5142,"url":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/?p=5142","url_meta":{"origin":8360,"position":4},"title":"NABU: Eigenst\u00e4ndige R\u00fcckkehr der W\u00f6lfe Erfolgsgeschichte des Naturschutzes","date":"24. 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Februar 2016","format":false,"excerpt":"Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) nimmt zu den j\u00fcngsten Ereignissen in Ostniedersachsen wie folgt Stellung (im Wortlaut, ohne Linkverweise): NABU empfiehlt kontrollierte Managementma\u00dfnahmen nach wiederholten Nahbegegnungen mit einzelnem Wolf Miller: Kriterien f\u00fcr Vergr\u00e4mung k\u00f6nnen bei Einzelf\u00e4llen erf\u00fcllt sein Berlin \u2013 Mit Blick auf die wiederholten Nahbegegnungen von Mensch und Wolf im\u2026","rel":"","context":"In &quot;Hintergr\u00fcnde&quot;","img":{"alt_text":"Wolf im Tierpark Nordhorn","src":"https:\/\/i2.wp.com\/wolfsmonitor.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/WM-Hintergr\u00fcnde.jpg?fit=355%2C312&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8360"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8360"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8360\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8391,"href":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8360\/revisions\/8391"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1381"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8360"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8360"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfsmonitor.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8360"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}