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Herzlich willkommen auf „Wolfsmonitor“! (Originaler Startartikel aus dem April 2015)

Was ist da los? Die ersten Wölfe in Deutschland zeigen sich „verhaltensauffällig“. Die überwiegend positive Stimmung zum Wolf wird dadurch ernsthaft auf die Probe gestellt. Urängste, die schon wie der Wolf selbst totgeglaubt waren, werden wiederbelebt.

Ein vermeintlich „auffälliger“ aber nicht aggressiver Wolf hält im März 2015 über zwei Wochen Nordwestdeutsche und Niederländer in Atem. Alle Versuche ihn einzufangen scheitern, trotz des Einsatzes von Polizeihubschraubern, Narkoseexperten und Fährtenhunden. Ein Redakteur der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) bat die Bevölkerung sogar um sachdienliche Hinweise über den Aufenthaltsort des sich immer wieder verbergenden Wolfes. Dem interessierten Beobachter wurde eine Verfolgungsjagd präsentiert, wie man sie ansonsten nur von flüchtigen Schwerverbrechern kennt.
Das alles ereignete sich wenige Tage, nachdem bereits im Februar im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig Holstein ein Wolf als „verhaltensauffällig“ eingestuft wurde.
Am Osterwochenende dann, wenige Wochen später, kommt ein Wolf einem Jäger im Landkreis Lüneburg gefährlich nahe und lässt sich nur noch durch einen Warnschuss in den Boden vertreiben (Anmerkung: Was sich zwischenzeitlich als Falschmeldung herausstellte).

Was ist plötzlich mit den Wölfen los? Über Jahre hinweg hieß es, Wölfe seien scheu und sie seien – unter Inkaufnahme von wenigen Opfern unter den Nutztieren – gut in unsere Kulturlandschaft zu integrieren.
Ist das so? Oder will man uns mit dem Wolf einen Bären aufbinden?

Wolfsmonitor wird unter Berücksichtigung vorliegender Fakten, Analysen und Meldungen Denkanstöße zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen anbieten. Wolfsmonitor nimmt dabei eine Perspektive ein, die alle bekannten Facetten des Wolfsverhaltens berücksichtigt, auch die unerwünschten. Vielleicht werden Sie sich als Leser fragen, warum ich glaube, nun auch noch „meinen Senf“ zur aktuellen Diskussion hinzufügen zu müssen? Ganz einfach: Die Ereignisse im Frühjahr 2015 zeigen, dass die bisherigen Bemühungen der beteiligten Protagonisten höchst unzureichend sind. Der Wolf wurde zwar im höchsten Maße „bürokratisiert“ und „administriert“ und ist damit regelmäßig Thema politischer Auseinandersetzungen, es fehlt jedoch scheinbar an Handlungsfähigkeit vor Ort. Vor allem dann, wenn ein Wolf als „verhaltensauffällig“ deklariert wird.


Deshalb stelle ich meinen Ausführungen eine Ausgangsthese voran: Das Schicksal der Wölfe in Deutschland wird sich in den nächsten drei bis fünf Jahren entscheiden. Warum? Das werde ich auf den nachfolgenden Seiten darlegen….

Herzlichst

Ihr

Jürgen Vogler


Weitere Thesen finden sie hier: http://wolfsmonitor.de/?page_id=32