Schweiz beantragt Minderung des Schutzstatus des Wolfs

Obwohl in der Schweiz heute nur etwa 3 bis 4 Wolfsrudel (also rd. 30 – 40 Wölfe) gezählt werden, hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) im Auftrag der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) des Ständerats nun beim Ständigen Ausschuss der Berner Konvention beantragt, den Schutzstatus der “Grauen” künftig nicht mehr in Anhang II «streng geschützt», sondern in Anhang III «geschützt» zu führen.

Die Rückstufung würde nach Ansicht der Antragsteller den Umgang mit dem Wolf in Europa zwischen den Ländern „harmonisieren“. Dadurch wäre ein konsistenterer und nachhaltigerer Umgang mit dem Wolf für alle Vertragsstaaten möglich. Die Rückstufung entspräche somit auch – so die Antragsteller – den Zielen der Berner Konvention.

Die Schweiz gilt international als wichtiges “Transitland” einzelner europäischer Wolfspopulationen, damit die genetische Isolation dieser Populationen vermieden und der Austausch zwischen ihnen sichergestellt werden kann.

Es ist deshalb auch nicht zu erwarten dass, eine Lockerung des Schutzstatus im November, dem Zeitpunkt der nächsten Sitzung des Ständigen Ausschusses der Berner Konvention, tatsächlich vorgenommen wird.

Noch Ende letzten Jahres bekräftigte EU-Agrarkommissar Phil Hogan nämlich, dass man eine Änderung des Schutzstatus der Beutegreifer bei der EU-Kommission nicht plane. In weiten Teilen der Europäischen Union sei der Wolf nach wie vor eine gefährdete Art.

Das dürfte sich zwischenzeitlich kaum geändert haben.


Quellen (beide abgerufen am 19.8.2018:

(*1) bafu.admin.ch, Medienmitteilung vom 16.8.2018: „Berner Konvention: Schweiz beantragt Rückstufung des Schutzstatus des Wolfs“, hier der Link!

(*2) stern.de am 01. 12.2017: „EU-Kommissar: Wolf bleibt besonders geschützt“, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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