Weiterer Wolf im Visier der Behörden

Nicht nur in Schleswig Holstein laufen gerade Vorbereitungen, einen Wolf zu entnehmen. Auch im niedersächsischen Umweltministerium in Hannover wird offensichtlich gerade geprüft, ob es sich bei dem Rüden des Rodewalder Rudels (Landkreis Nienburg) um einen „Problemwolf“ handeln könnte.

Allen von Wolfsmonitor gesichteten Medienmeldungen zu beiden Fällen gemein ist, dass die angegriffenen Nutztiere offenkundig jeweils unzureichend vor Wolfsübergriffen geschützt waren und ein jeweiliger besserer Schutz aller Wahrscheinlichkeit nach grundsätzlich möglich gewesen wäre.

Ob dieser bessere Schutz für den jeweiligen Nutztierhalter eine zumutbare Alternative zum Abschuss gewesen wäre und ob ein Abschuss zur Verhinderung „erheblicher land-, forst-, fischerei-, wasser- oder sonstiger erheblicher wirtschaftlicher Schäden“ tatsächlich nötig ist, wie das Bundesnaturschutzgesetz es beschreibt, steht auf einem anderen Blatt und ist höchst umstritten.

Es scheint, als sollen in dieser Hinsicht gerade Maßstäbe geschaffen und Grenzen ausgetestet werden.

Wolfsmonitor hält Sie über die weiteren Entwicklungen in beiden Fällen auf dem Laufenden!


Quelle: ndr.de am 23.1.2019: „Rinder und Pony gerissen: Wird Wolfsrüde getötet?“, abgerufen am 24.1.2019, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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